Psychische Probleme: Zahl der Fehltage hat sich verdreifacht

Berater von Martin Morgenstern

Depressionen und Angststörungen sorgen in Deutschland für immer mehr Fehltage bei den Beschäftigten. Wer besonders betroffen ist und welche Krankheiten sonst noch maßgeblich sind für Arbeitsunfähigkeit, zeigen wir in mehreren Grafiken.

Die Zahl der durch psychische Probleme begründeten Fehltage hat sich in den vergangenen 20 Jahren verzehnfacht.

Die Zahl der durch psychische Probleme begründeten Fehltage hat sich in den vergangenen 20 Jahren verzehnfacht.

Psychische Probleme sorgen in Deutschland immer häufiger für einen Arbeitsausfall: Das ergibt der neue DAK-Gesundheitsreport. Diesem zufolge kamen auf 100 Versicherte 2016 insgesamt 246 Fehltage, die auf Seelenleiden zurückzuführen waren. Die Zahl der Fehltage hat sich seit 1997 (77 Tage) damit mehr als verdreifacht.

Zwar gab es 2016 insgesamt seit langer Zeit wieder einmal weniger Arbeitsunfähigkeitsfälle aufgrund psychischer Erkrankungen als im Vorjahr (6,5 statt 6,9 AU-Fälle pro 100 Versichertenjahre), diese verursachten aber mehr Arbeitsunfähigkeits-Tage. Die meisten dieser Fehltage werde dabei von Depressionen verursacht.  

Auch wenn die Zahl der Fehltage für psychische Erkrankungen bei Frauen über denen der Männer liegt – bei beiden Geschlechtern ist zu beobachten, dass die Zahl der Fehltage mit zunehmendem Alter ansteigt, bei Männern jedoch deutlich moderater als bei Frauen. 

Weitere interessante Fakten aus dem DAK-Gesundheitsreport haben wir Ihnen in drei interaktiven Grafiken zusammengefasst.

 

 

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