Grundfähigkeitsversicherung: Große Unterschiede in den Bedingungen

Berater Top News von Florian Burghardt

Unterschiedliche Grenzen für einen Leistungsfall gibt es auch beim Verlust der Hörfähigkeit. Diese wird entweder mit dem für das Hören erforderlichen Schalldruck oder mit einem prozentualen Hörverlust ausgedrückt.

Beispielsweise spricht man von mittelgradiger Schwerhörigkeit, wenn Töne erst ab einem Schalldruck von 40 bis 60 Dezibel (dB) gehört werde können. In diesem Stadium liegt ein Hörverlust von 40 bis 60 Prozent vor. Bei einem Hörverlust von 80 bis 95 Prozent spricht man von Resthörigkeit.

Wie Schrehardt erklärt, wird die Messlatte für einen leistungspflichtigen Verlust der Grundfähigkeit Hören von den Gesellschaften sehr unterschiedlich aufgelegt:

  • Allianz:                            Schalldruck größer/gleich 60 dB (mittel-/hochgradige Schwerhörigkeit)

  • Prisma Life:                      Schalldruck größer/gleich 60 dB (mittel-/hochgradige Schwerhörigkeit)

  • Canada Life:                     Hörverlust größer/gleich 80 Prozent (Resthörigkeit)

  • Nürnberger:                      Hörverlust größer/gleich 80 Prozent (Resthörigkeit)

  • Swiss Life:                        Hörverlust größer/gleich 80 Prozent (Resthörigkeit)

  • Volkswohl Bund:                Hörverlust größer/gleich 80 Prozent (Resthörigkeit)

  • Zurich (Dt. Herold):           Hörverlust größer/gleich 80 Prozent (Resthörigkeit)

  • Targo:                               Schalldruck größer/gleich 90 dB (Gehörlosigkeit)

  • WWK:                               Vollständiger Hörverlust 

Seite 1: Teilweise intransparente Bedingungen
Seite 2: Wann ist ein Arm unbrauchbar?
Seite 3: Schwerhörigkeit oder komplett taub?

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare