Grafik: So viele Überstunden machen die Deutschen

Berater von Martin Morgenstern

Psychische Erkrankungen sind bei vielen Arbeitnehmern auf dem Vormarsch und gehören zu den wahrscheinlichsten Gründen für eine Berufsunfähigkeit. Ein wesentlicher Faktor hierfür ist auch die große Zahl der Überstunden. Ein Überblick.

Einiges an Überstunden schleppen die Deutschen vor sich her.

Einiges an Überstunden schleppen die Deutschen vor sich her. Foto: geralt - Pixabay.de

Psychische Erkrankungen sind auf dem Vormarsch – eine jüngst vom Versicherungsverband GDV veröffentlichte Studie offenbarte, dass psychische Erkrankungen mittlerweile sowohl bei Frauen (30 Prozent) als auch bei Männern (22 Prozent) die Hauptursache für Berufsunfähigkeit darstellen.  

Grund hierfür sind steigender Leistungsdruck und allgemein mehr Stress am Arbeitsplatz. Ein Indikator hierfür sind auch die steigenden Zahlen an Überstunden. Wie das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) diese Woche mitteilte, haben die Deutschen 2016 insgesamt 56 Millionen mehr bezahlte Überstunden gemacht als noch 2015 – insgesamt waren es 821 Millionen.  

Hinzu kommen 941 Millionen unbezahlte Überstunden (1,6 Millionen mehr als noch 2015). Pro Kopf gerechnet waren dies angesichts wachsender Beschäftigtenzahlen zwar weniger als zuvor (24) und auch zu früheren Jahren sind die Zahlen stark rückgängig.

Doch angesichts der Tatsache, dass es sich hierbei um Durchschnittswerte handelt, ist davon auszugehen, dass etliche Arbeitnehmer wesentlich mehr Überstunden vor sich herschleppen (bezahlt und unbezahlt) - und diese gehören zu den größten Stressfaktoren für die Arbeitnehmer. Und hinzu kommt das Thema ständige Erreichbarkeit, so dass die Menschen auch fernab von Büro oder Kanzlei kaum mehr abschalten können. 

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