Flexibilität ist auch in der Pflegevorsorge Trumpf

Pflegegeld von Sebastian Wilhelm

Produkte „von der Stange“ reichen den meisten Kunden nicht mehr. Gefragt sind maßgeschneiderte Lösungen, wie es sie auch unter den Pflegezusatzversicherungen mittlerweile in hoher Qualität gibt. Ob Versicherungsleistungen oder Beitragsdynamik – der Kunde erwartet eine individuelle Lösung.

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Dass die Kunden zum Makler sagen „Wählen Sie mir mal was Passendes aus“ und anschließend ohne weitere Nachfragen unterschreiben, wird mehr und mehr zur Ausnahme. Aktive Mitbestimmung ist das Gebot der Stunde, und das bedeutet im Bereich Versicherungen: Wahlmöglichkeiten, Optionsvielfalt, Flexibilität. Denn gerade in der Pflegeversicherung ist der Bedarf so unterschiedlich und vielseitig wie in kaum einer anderen Versicherungssparte.

Diesen Kundenwunsch spiegelt auch die AssCompact-Studie „Private Kranken- und Pflegeversicherung 2017“ wider. Für die befragten Vermittler ist „Flexibilität der Produkte und Tarife“ ein besonders wichtiges Kriterium – schließlich soll der Kunde zu seinem Recht kommen.

Unterschiedliche Pflege-Bedarfe

Was bedeutet das im Bereich der Pflegevorsorge konkret? Vor allem: den Schutz dem tatsächlichen Bedarf anpassen zu können. Die Kosten für Pflegeleistungen, ob ambulant oder stationär, unterscheiden sich von Region zu Region beträchtlich, teilweise um ein Vielfaches. Wer im südwestlichen Thüringen gepflegt wird, muss wesentlich weniger dafür zahlen als in München oder Köln. Grundsätzlich ist die Pflege im Osten der Republik eher günstig, im Süden eher kostspielig. Diese Unterschiede gilt es in der Tarifauswahl und -ausgestaltung zu berücksichtigen.

Neben den regionalen Unterschieden spielt der individuelle Bedarf die größte Rolle bei der Pflegeabsicherung. Mancher will sich nur für den Worst Case absichern, somit ist ein Zusatzschutz in den unteren Pflegegraden nicht gewünscht. Ein Anderer möchte im Fall der Pflegebedürftigkeit die Hilfe einer ausländischen Pflegekraft in Anspruch nehmen und benötigt die höchstmögliche Absicherung ab dem kleinsten Pflegegrad.

Und dann sind da auch noch die individuellen finanziellen Möglichkeiten. Wer 40 Jahre als Gutverdiener in die Rentenkasse gezahlt hat, wird im Pflegefall prinzipiell eine geringere Finanzierungslücke schließen müssen als jemand, der auf Grundsicherung im Alter angewiesen ist oder sein wird. Hinzu kommen die persönlichen Ansprüche an die Qualität der Pflegeleistungen.

Maßgeschneidert vorsorgen

Auf diese verschiedenen Ausgangslagen sollten Makler flexibel reagieren können, indem sie die tariflichen Leistungen anpassen. Am Markt gibt es bereits seit über zehn Jahren Pflegetagegeldpolicen, deren Leistungshöhen sich für jeden Pflegegrad (früher: jede Pflegestufe) frei festlegen lassen. Überdies kann man oftmals zusätzlich Aufschläge bei stationärer Pflege oder eine Einmalzahlung für den Leistungsfall vereinbaren. Auch eine Dynamik im Leistungsfall sollte den Kunden angeboten werden können.

Mit derart maßgeschneidertem Schutz werden Makler den gestiegenen Ansprüchen an Flexibilität in jeder Hinsicht gerecht. Und bleiben damit in einem vertrieblichen Zukunftsfeld vorn dabei.

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