Einbruchsschutz-Förderung verbessert: Das ist zu beachten

Berater von Martin Thaler

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat ihre Förderbedingungen für Einbruchschutz überarbeitet - schon ab 500 Euro Investition wird bereits gefördert. Um diese Zulagen zu erhalten, sollten aber drei Punkte beachtet werden.

Die KfW hat die Förderungsbedingungen für Einbruchschutz verändert.

Die KfW hat die Förderungsbedingungen für Einbruchschutz verändert. Foto: MonikaP - Pixabay.de

Fast zehn Prozent mehr als im Vorjahr: Die Einbruchzahlen in Deutschland hatten 2015 einen neuen Höchststand erreicht. 167.136 Fälle lagen der Polizei vor – der höchste Stand seit 15 Jahren. 2016 scheint sich die Lage ein wenig beruhigt zu haben, zumindest lassen veröffentliche Einbruchszahlen der Bundesländer (beispielsweise - 15,7 Prozent in Nordrhein-Westfalen) darauf schließen. Bei vielen Menschen herrscht jedoch weiter ein Gefühl der Unsicherheit.  

Um die Einbruchszahlen weiter zu senken, hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) nun ihr Förderprogramm für Einbruchschutz ausgeweitet, es niedrigschwelliger gemacht. Auch kleinere Sicherheitsmaßnahmen sollen ab 21. März dieses Jahres in den Genuss von Zuschüssen kommen, bereits ab einer Investition in Höhe von 500 Euro kann ein solcher von der KfW beantragt werden. Bislang war eine Investition in Höhe von mindestens 2.000 Euro notwendig gewesen.  

Die Höhe des Zuschusses liegt bei zehn Prozent der investierten Summe – ein Minimum von 50 Euro ist damit garantiert. Gedeckelt sind die KfW-Zuschüsse bei 1.500 Euro.  

Bundesbauministerin Barbara Hendricks erklärte: „Jeder soll sich in seiner Wohnung sicher fühlen. Dabei können schon kleine Maßnahmen helfen. Die große Nachfrage zeigt, dass es da einen Bedarf gibt.“ Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière ergänzte: „Gegen Wohnungseinbruch hilft auch Eigenvorsorge. Dabei helfen wir.“  

Mehr als 40.000 Zuschüsse gewährt

Im vergangenen Jahr hat die KfW insgesamt mehr als 40.000 Förderzuschüsse gewährt. Hausbesitzer finanzierten hiermit vor allem einbruchhemmende Haus- und Wohnungstüren sowie Nachrüstsysteme für Fenster. Nach Angaben des Versicherungsverbandes GDV sind dies die größten Schwachstellen eines Hauses.  

Bezuschusst werden darüber hinaus auch Investitionen in Außenbeleuchtung, Bewegungsmelder, Videokameras, Alarmanlagen oder Bild- und Gegensprechanlagen.   Seit vergangenem Jahr können Hausbesitzer nicht nur Förderung mittels Zuschüssen (KfW-Programm 455) bekommen, sondern auch in Form von Krediten mit günstigen Zinssätzen (KfW-Programm 159).  

Was Hausbesitzer, die solche Zuschüsse beantragen wollen, beachten sollten, hat der GDV zusammengestellt.

  • Die Förderung muss beantragt werden, bevor der Umbau begonnen wird

  • Ein Fachunternehmen des Handwerks sollte mit dem Einbau beauftragt werden.

  • Investiert werden müssen, wie bereits erwähnt, mindestens 500 Euro, damit eine Förderberechtigung besteht

     


Verbraucher können Förderung jedoch nicht nur in Form von Zuschüssen (KfW-Programm 455), sondern auch in Form von Krediten mit günstigen Zinssätzen (KfW 159). Gerade wenn es um größere Anschaffungen geht, rät Martin Tiemerding zu einem Förderdarlehen (ab 5.000 Euro). Der einstige Versicherungsmakler hat sich auf das Thema KfW-Förderung spezialisiert. "Für eine komplette Alarmanlage können die Kosten gerne einmal 15.000 Euro betragen. Hier rate ich meinen Kunden zu einem Förderdarlehen. Bei einem Zinssatz von 0,75 Prozent mit zehn Jahren Zinsbindung macht der Kunden bei der jetzigen Inflation sogar noch einen Gewinn."

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