Reform: Krankentagegeld für werdende Mütter

Berater von Martin Thaler

Der Bundestag hat die bessere finanzielle Absicherung von privat versicherten Schwangeren und jungen Müttern beschlossen. Voraussetzung: Das Vorhandensein einer privaten Krankentagegeldversicherung.

Der Bundestag hat dafür gesorgt, dass Schwangere, die privat versichert sind, in Zukunft besser abgesichert sind.

Der Bundestag hat dafür gesorgt, dass Schwangere, die privat versichert sind, in Zukunft besser abgesichert sind. Foto: Greyerbaby - Pixabay.de

Werdende Mütter, die selbstständig tätig und privat krankenversichert sind, haben in Zukunft in Phasen des Mutterschutzes Anspruch auf Krankentagegeld. Dies ergibt sich aus dem Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung (HHVG), das der Bundestag beschlossen hat und das bereits im März dieses Jahres in Kraft treten soll.  

Dieser Gesetzentwurf, dem abschließend der Bundesrat noch zustimmen muss, sieht unter anderem eine Änderung des Versicherungsvertragsgesetzes vor, konkret von § 192 Absatz 5. Angefügt werden soll hier folgender Satz:  

„Er [der Versicherer] ist außerdem verpflichtet, den Verdienstausfall der während der Schutzfristen nach § 3 Absatz 2 und § 6 Absatz 1 des Mutterschutzgesetzes sowie am Entbindungstag entsteht, durch das vereinbarte Krankentagegeld zu ersetzen, soweit der versicherten Person kein anderweitiger angemessener Ersatz für den während dieser Zeit verursachten Verdienstausfall zusteht.“  

Das bedeutet also, dass werdende Mütter sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt eine Kompensation für ihren Verdienstausfall erhalten können. Voraussetzung: Sie verfügen über eine private Krankentagegeldversicherung.  

Mit dieser Reform „können Schwangere und Wöchnerinnen unabhängig von finanziellen Erwägungen entscheiden, ob und in welchem Ausmaß sie in dieser Zeit beruflich tätig sein wollen“, erläuterte das zuständige Bundesgesundheitsministerium seine mit der Reform verbundene Zielsetzung.  

Bislang erhielten werdende Mütter nur dann Krankentagegeld, wenn sie tatsächlich erkrankt waren. Schwangerschaft und Geburt zählten hier nicht als Krankheit.  

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