Generali: Mit Sparkurs gegen Übernahme?

Versicherungen von Martin Thaler

Bleibt die Generali eigenständig oder wird sie übernommen? Der italienische Versicherer bevorzugt offenbar erstere Option und will mit einem verschärften Sparkurs bei den eigenen Aktionären punkten.

Einem Zeitungsbericht zufolge wehrt sich die Generali mit einem verschärften Sparkurs gegen die Übernahme durch eine Großbank.

Einem Zeitungsbericht zufolge wehrt sich die Generali mit einem verschärften Sparkurs gegen die Übernahme durch eine Großbank. Foto: Generali

Will sich der italienische Versicherer mit einem verschärften Sparkurs vor einer Übernahme retten? Das legt zumindest ein Bericht der „Financial Times“ nahe. Dem Bericht zufolge, will die Generali die Betriebskosten in den großen Märkten statt um vier Prozent nun um sechs bis sieben Prozent senken, wie ein Mitarbeiter der Zeitung erklärt. Die bisherigen Sparpläne sahen jährliche Einsparungen in Höhe von rund 200 Millionen vor. 

Dieser Schritt hätte Auswirkungen auf den Gewinn des Unternehmens. Wenn dieser höher ausfalle, so die Überlegung, könnten die Generali-Aktionäre dazu bewegt werden, die Unabhängigkeit des Versicherers zu unterstützen.  

Der italienische Versicherer steht im Fokus von Übernahmeplänen der Großbank Intesa Sanpaolo. Diese hat bislang zwar kein offizielles Angebot vorgelegt, jedoch bestätigt, über ein Zusammengehen der beiden Unternehmen nachzudenken.  

Im Rahmen der Übernahmepläne war auch immer wieder der Name Allianz gefallen. Diese könnte laut einem Bericht des „Manager-Magazins“ von einer Übernahme der Generali durch die italienische Großbank profitieren. Und zwar wenn sich das neue Unternehmen aus Wettbewerbsgründen von Unternehmensteilen trennen müsste.  

Allianz-Chef Oliver Bäte stehen für Zukäufe insgesamt drei Milliarden Euro zur Verfügung – bislang ist Bäte jedoch auf dem Markt nicht fündig geworden. Sollte kein geeigneter Übernahmekandidat gefunden werden, ist auch ein Rückkauf eigener Aktien möglich – was die bestehenden Aktionäre freuen würde. Weitere Informationen hierzu werden auf der Bilanzpressekonferenz der Münchener an diesem Freitag erwartet.  

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