Financefox: Neuer Name, neuer Markt

Berater von Martin Thaler und Florian Burghardt

Das Insurtech-Unternehmen Financefox benennt sich um. Doch nicht nur das, auch der Geschäftsbetrieb in einem Nachbarland wird heute aufgenommen. Damit knackt das Insurtech die 100.000-Kunden-Marke. Weitere Expansionen sind geplant.

Financefox-Chef Julian Teicke setzt auf den österreichischen Markt - und auf einen neuen Markennamen.

Financefox-Chef Julian Teicke setzt auf den österreichischen Markt - und auf einen neuen Markennamen. Bild: Financefox

Das Insurtech-Unternehmen Financefox hat mit dem heutigen Tage zwei weitreichende Änderungen bekannt gegeben. Die erste Neuerung ist schnell erklärt: Financefox heißt seit heute wefox.

Wie das Unternehmen mitteilt, soll mit dem neuen Namen die zentrale Idee einer starken Gemeinschaft zwischen Endkunden, Maklern und Versicherungsgesellschaften im digitalen Zeitalter deutlicher betont werden. „Wir“ ist der Nukleus der Marke wefox, heißt es in einer Pressemitteilung.  

„Der Community-Gedanke, der in wefox zum Ausdruck kommt, ist der stärkere Identifikationsanker für unsere Zielgruppen“, erklärt Willi Ruopp, Chief Marketing Officer (CMO) von wefox.

Start in Österreich, weitere Märkte im Visier

Laut dem deutsch-schweizerischen Insurtech ist der neue Markenname im Rahmen von dessen Internationalisierungsstrategie besser einzusetzen. So wird wefox – und das ist die zweite Neuigkeit – mit heutiger Wirkung seinen Geschäftsbetrieb in Österreich aufnehmen.

Nach procontra-Informationen wird das Insurtech in Österreich sofort mit 25.000 Endkunden aus Maklerkooperationen starten. Einer der Kooperationspartner ist der Makler Lesitas, der auf den Kauf und Verkauf von Kundenbeständen spezialisiert ist. Nach eigenen Angaben überschreitet wefox mit dem Start in Österreich die Marke von 100.000 Versicherungskunden.

Auf procontra-Nachfrage teilte wefox außerdem mit, dass man derzeit mit 360 Maklern zusammenarbeite und sich in Bezug auf die Anzahl von Kunden und Maklern weiterhin auf Expansionskurs befinde. Neben dem nun gestarteten Geschäftsbetrieb in Österreich, werde derzeit noch eine Reihe von weiteren Märkten geprüft, darunter Großbritannien und die Niederlande.

Plattform für Kunden, Makler und Versicherer

wefox wurde im November 2014 unter dem Namen Financefox in er Schweiz gegründet und expandierte im Oktober 2015 in den deutschen Markt. Sein Geschäftsmodell unterscheidet sich vom einfachen digitalen Versicherungsordner mit Maklermandat.

Vielmehr setzt das Insurtech auf Kooperation mit den Maklern. So würden diese nach der Registrierung auf wefox ihre Bestände und Provisionen behalten. Das Insurtech würde ihnen hingegen als Technologieplattform dienen und sie bei der Kundenbindung und der Reduzierung von administrativen Aufgaben unterstützen. Nur für unbetreute Kunden tritt wefox als Vermittler auf.

Auch Kunden und Versicherer können wefox nutzen. Erste beispielsweise, um flexibel auf ihre Verträge zuzugreifen und Zweite, um darüber ihre Schnittstellen zum Maklerkanal auszubauen. Mit seinem Konzept konnte wefox im vergangenen Jahr 28 Millionen US-Dollar von Investoren einsammeln. 

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare