Dividende: Allianz schüttet aus

Versicherungen Top News von Florian Burghardt

Die Allianz Gruppe hat ihre Ergebnisse für das Jahr 2016 mitgeteilt. Sehr zur Freude der Aktionäre. Außerdem wurde ein milliardenschweres Rückkaufprogramm gestartet - Übernahmen seien damit aber nicht vom Tisch, so Allianz-Chef Oliver Bäte.

The only way is up: Allianz-Chef Oliver Bäte hatte auf der Bilanzpressekonferenz 2017 gute Nachrichten für die Aktionäre.

The only way is up: Allianz-Chef Oliver Bäte hatte auf der Bilanzpressekonferenz 2017 gute Nachrichten für die Aktionäre. Quelle: picture alliance

Heute Morgen fand die Bilanzpressekonferenz der Allianz Gruppe statt. Dort stellte Oliver Bäte, CEO des weltgrößten Versicherers, die Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2016 vor.

Zum fünften Mal in Folge konnte den Medienvertretern dabei ein Wachstum beim operativen Ergebnis der Gruppe präsentiert werden. Dieses lag im vergangenen Jahr bei 10,8 Milliarden Euro, was einen Anstieg um 0,9 Prozent gegenüber 2015 bedeutet.

Ein wesentlicher Anteil davon stammt aus dem Geschäftsbereich Lebens- und Krankenversicherung. Dort konnte die Gruppe im operativen Ergebnis um 9,3 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro wachsen. Trotz der Niedrigzinsphase wurde auch das Neugeschäft gesteigert und zwar um 2,7 Prozent gegenüber 2,2 Prozent im Vorjahr.

Einbußen wurden im Geschäftsbereich Schaden- und Unfallversicherung verzeichnet. Hier ging das operative Ergebnis im Vergleich zu 2015 um 4,2 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro zurück. Dies begründete Bäte mit einem niedrigeren Kapitalanlageergebnis. Aus versicherungstechnischer Sicht konnte in Schaden/Unfall ein Erfolg verbucht werden: Die Schaden-Kosten-Quote sank um 0,3 Prozent auf 94,3 Prozent.

Aktionäre im Glück

Gute Nachrichten hatte Bäte auch für die Aktionäre der Gruppe. So schlägt der Vorstand aufgrund des Ergebnisses eine Erhöhung der Dividende von zuletzt 7,30 Euro auf 7,60 Euro pro Aktie vor. Das wäre die vierte Dividendenerhöhung in den letzten vier Jahren. Insgesamt werden 6,9 Milliarden Euro ausgeschüttet - das sind vier Prozent mehr als im Vorjahr. 

Erfreut haben dürfte die Anteilseigner der Allianz auch die Bekanntgabe eines Rückkaufprogramms für eigene Aktien. So will die Allianz Gruppe von heute an über die nächsten zwölf Monate eigene Aktien für rund 3 Milliarden Euro zurückkaufen. Dies entspricht etwa 19 Millionen Aktien beziehungsweise rund 4 Prozent des Grundkapitals.

Die gekauften Aktien sollen anschließend eingezogen werden. Durch die geringere Stückzahl würde in den Folgejahren die ausgeschüttete Dividende pro Aktie steigen. Die Umsetzung des Rückkaufprogramms koppelt die Allianz an eine beständige Solvency-II-Quote von über 160 Prozent. Diese liegt aktuell bei 218 Prozent gegenüber 200 Prozent im Vorjahr.

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