6 Gründe, warum bAV und Riester bei Kunden scheitern

Berater von Florian Burghardt

Rund 8 Millionen Beschäftigte hierzulande sorgen weder durch Riester noch durch eine bAV vor. Dafür nennen sie jeweils 6 Gründe. Bei einigen davon sind fachkundige Vermittler als Problemlöser gefordert.

Über 8 Millionen Menschen in Deutschland haben weder bAV- noch Riester-Vertrag. Ihre Gründe dafür dürften Vermittler interessieren.

Über 8 Millionen Menschen in Deutschland haben weder bAV- noch Riester-Vertrag. Ihre Gründe dafür dürften Vermittler interessieren. Quelle: Alexas_Fotos/Pixabay.com

Von den insgesamt 27,45 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigen in Deutschland (im Alter von 25 bis 64 Jahren) verfügen 30 Prozent weder über eine betriebliche Altersversorgung (bAV) noch über einen Riester-Vertrag. Mit über 8 Millionen berufstätigen Menschen bietet sich Vermittlern somit eine Menge Vertriebspotenzial für diese beiden Formen der Altersvorsorge.

Diese Zahlen lassen sich aus dem aktuellen Bericht zur Verbreitung der Altersvorsorge ableiten. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat dafür die Aussagen von 10.992 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten gesammelt und daraus auf die Gesamtheit der Bundesbürger geschlossen. Unter anderem wurde auch ausgewertet, welche Menschen am häufigsten eine bAV abschließen.

Der Bericht nennt auch die Gründe, die die rund 8 Millionen Altersvorsorge-Verweigerer gegen den Abschluss einer Police vorbringen (Mehrfachnennungen möglich).

Fast die Hälfte erhält kein bAV-Angebot

Bei den Befragten ohne betriebliche Altersversorgung gab fast die Hälfte (47 Prozent) an, dass ihnen ihr Arbeitgeber kein Angebot macht. Damit wird ein hochaktuelles Problem angesprochen, dass sich durch das angestrebte Betriebsrentenstärkungsgesetz eigentlich verbessern soll.

Einige Ausschüsse und Branchenvertreter prangern jedoch an, dass der aktuelle Gesetzesentwurf nur den tarifvertraglich gebundenen Unternehmen helfen würde. Einer Vielzahl der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) würde es dadurch weiter erschwert bleiben, ihren Mitarbeitern eine bAV anzubieten.

Auf Seiten der Befragten ohne bAV gaben außerdem 23 Prozent an, dass sie wegen zu hoher Beiträge keinen Vertrag besäßen. Fast genauso viele (22 Prozent) nannten eine fehlende Beschäftigung mit dem Thema als Hinderungsgrund und 12 Prozent meinten, dass ihnen die Angebote zu kompliziert sind. Gerade bei letzteren beiden Gründen könnten fachkundige Berater für mehr Transparenz sorgen.

In 16 Prozent der Fälle existiert bereits eine andere Form der Altersvorsorge, weshalb eine Absicherung durch eine bAV als unnötig angesehen wird. Drei Prozent der Befragten gaben an, kurz vor dem Abschluss einer entsprechenden Police zu stehen.

Seite 1: Fast die Hälfte erhält kein bAV-Angebot
Seite 2: Riester ist vielen Kunden zu kompliziert

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare