Wohnimmobilien: Kaufpreisrallye setzt sich fort

Investmentfonds von Stefan Terliesner

Positiver Ausblick für 2017: Markt profitiert vom zunehmenden Kapitalzufluss internationaler Investoren.

Wohnimmobilien: Kaufpreisrallye setzt sich fort

Wohnimmobilien: Kaufpreisrallye setzt sich fort Bild: pixabay

Der deutsche Investmentmarkt für Wohnportfolios zählte auch im Jahr 2016 zu den beliebtesten Anlagezielen auf dem Immobilienmarkt. Insgesamt wurde ein Geldumsatz von 13,7 Milliarden Euro beim Handel mit Wohnpaketen und Wohnanlagen ab 50 Wohneinheiten registriert. Das Mittel der vergangenen fünf Jahre (inklusive dem Rekordwert aus dem Vorjahr in Höhe von 23,3 Milliarden Euro unter anderem mit der Gagfah-Übernahme durch die Deutsche Annington AG) wurde damit leicht übertroffen. Dies ist laut Pressemitteilung ein Ergebnis der Analyse des Immobilienberatungsunternehmens CBRE.

Deutschland als sicherer Hafen

„Der diesjährige Umsatz wurde besonders durch das vierte Quartal bestimmt, das zu den umsatzstärksten Quartalen der letzten Jahre zählt“, wird Jan Linsin, Head of Research bei CBRE in Deutschland, in der Mitteilung zitiert. Verantwortlich dafür sind zwei milliardenschwere Transaktionen in Form der Conwert-Übernahme durch die Vonovia und der Kauf des BGP-Portfolios durch Morgan-Stanley. „Das sehr starke Jahresabschlussquartal verdeutlicht eindrucksvoll das ungebrochene Interesse der nationalen und zunehmend auch der internationalen Investoren am deutschen Wohninvestmentmarkt und unterstreicht die Stellung Deutschlands als sicherer Anlagehafen“, sagt Linsin.

Heimische Investoren dominieren nach wie vor das Marktgeschehen und sind für knapp 70 Prozent des gesamten Transaktionsvolumens im zurückliegenden Jahr verantwortlich. Jedoch verdeutlicht der auf rund 30 Prozent gestiegene Anteil internationaler Investoren – 2015 lag dieser noch bei 13 Prozent – deren stark gestiegenes Interesse an „German Resi“. Vor allem Investoren aus Nordamerika, Asien und dem Mittleren Osten trugen 2016 zu dem von internationalen Investoren und Kapitalsammelstellen allokierten Investmentvolumen in Höhe von 4,3 Milliarden Euro bei.

Projektentwicklungen beliebt

Rund drei Viertel des Transaktionsvolumens (10,2 Milliarden Euro) entfielen auf Bestandsportfolios. Zu den Käufern zählten bedingt durch die Großabschlüsse vor allem überwiegend börsennotierte Immobilienunternehmen sowie institutionelle Investoren. Der erzielte durchschnittliche Kaufpreis lag bei Bestandsportfolios bei 1.245 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Da der deutsche Wohninvestmentmarkt nach wie vor von einer hohen Nachfrage bei gleichzeitig geringem Angebot dominiert wird, bietet der anziehende Neubau mit zuletzt über 300.000 genehmigten Wohneinheiten attraktive Investitionsziele, heißt es in der Pressemitteilung.

Parallel stieg das investierte Volumen in Projektentwicklungen im vierten Jahr in Folge und war mit 3,5 Milliarden Euro für 25 Prozent am Transaktionsvolumen verantwortlich. Besonders institutionelle Investoren wie Immobilienspezialfonds, Versicherungen und Pensionskassen fokussieren sich auf Core-Objekte an etablierten Standorten und sicherten sich zum Teil im Rahmen von Forward-Fundings einige Projektentwicklungen in den Topstandorten, schreibt CBRE. Sie zählen mit einem Transaktionsvolumen von rund zwei Milliarden Euro oder rund 56 Prozent Marktanteil zu den aktivsten Käufergruppen der Neubauprojekte.

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