Parteien wetteifern um Immobilien-Käufer

Sachwerte von Martin Thaler

Das eigene Haus bzw. die eigene Wohnung gelten für viele als wichtiger Bestandteil ihrer Altersabsicherung. Sowohl SPD als auch CDU stellen Wohnungskäufern nun finanzielle Erleichterungen in Aussicht.

Haus- und Wohnungskäufer geraten im Wahljahr 2017 zunehmend ins Blickfeld der Parteien.

Haus- und Wohnungskäufer geraten im Wahljahr 2017 zunehmend ins Blickfeld der Parteien. Foto: paulbr75 - pixabay.de

Immobilien stehen derzeit bei den Deutschen hoch im Kurs – für viele Deutsche gilt die Immobilie als integraler Bestandteil ihrer Altersvorsorge.   Doch nicht nur wer baut, sondern auch wer kauft, muss die Nebenkosten auf dem Schirm haben, beispielsweise Gebühren für Notar und Grundbucheintrag. Nun will die SPD Wohnungskäufern unter die Arme greifen – auch weil die seit 2015 geltende Mietpreisbremse nicht wirklich greift.  

Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, will die Bundestagsfraktion der Sozialdemokraten auf ihrer an diesem Donnerstag stattfindenden Fraktionsklausur ein Konzept beschließen, das die Entlastung von Wohnungskäufern vorsieht – und zwar bei den Nebenkosten.  

So soll bei den Notargebühren zukünftig eine Pauschale gezahlt werden. Momentan müssen vom Käufer circa 1,5 Prozent des Kaufpreises an den Notar gezahlt werden. Gleiches ist beim Grundbucheintrag geplant. Auch hier soll in Zukunft eine Pauschale gezahlt werden, anstatt wie derzeit 0,5 Prozent des Kaufpreises.  

Befreiung von der Grunderwerbsteuer

Die höchsten Kosten unter den Nebenkosten rühren allerdings nach wie vor aus der Grunderwerbsteuer her. Diese kann – von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich – bis zu 6,5 Prozent betragen.  

Einen Vorschlag die Grunderwerbsteuer betreffend kam vergangene Woche aus den Reihen des SPD-Koalitionspartners. CDU-Politiker Frank Steffel hatte gegenüber der dpa erklärt, dass die Lücken in der Altersvorsorge mit Erleichterungen beim Erwerb von Wohnimmobilien geschlossen werden sollten. So schlug Steffel vor, Käufer beim Ersterwerb einer privat genutzten Immobilie von der Grunderwerbssteuer zu befreien.  

Parallel hierzu sind auch immer noch der Eigenheim-Zuschuss für Familien in Ballungsräumen von Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) oder die von der CDU diskutierte Wiederbelebung der Eigenheimzulage im Gespräch. 

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