Was Jungmakler heute anders machen

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Neben der Erarbeitung inhaltlicher Expertise gelte es zudem, die eigenen Abläufe zu optimieren. Hier seien die von vielen Maklern kritisch beäugten InsurTech-Unternehmen nicht bloß zu verteufeln, betont Ritter. „Durch die InsurTechs bin ich als Makler ja genötigt, mich professionell und servicestark aufzustellen, schließlich habe ich plötzlich einen ernst zu nehmenden Konkurrenten im Kampf um den Kunden.“

Folglich gelte es, sich an den standardisierten Abläufen der neuen Mitbewerber messen zu lassen, diese aber gleichzeitig mit Individualität gegenüber den Kunden zu ergänzen.  Dies kann unter anderem durch neue Kommunikationsformen entstehen. Makler Küffner sieht hier durch die Sozialen Medien neue Möglichkeiten: „Bereits heute ist eine ausgewogene Strategie aus Online- und Offline-Beratung nötig. Die Vielseitigkeit des Maklers ist hier entscheidend.“

Interessant ist für Küffner beispielsweise die Kommunikation via WhatsApp. Hier könnten Termine bestätigt sowie Informationen kurz und knapp wiedergegeben werden. „Auf diese Weise entsteht sehr schnell Kundennähe. Es ist möglich, eine ganz andere Vertrauensbasis zum Kunden aufzubauen“, ist Küffner überzeugt. Ist der Maklerberuf nun also eine Profession, deren Wahl jungen Menschen ans Herz zu legen ist? „Als Makler können junge Menschen eine Unternehmung gründen, die bei begrenzten Anfangsinvestitionen herausragende Erträge ermöglicht“, ist Ritter überzeugt.

Voraussetzung sei natürlich, dass der Makler auch gut arbeite. Und noch eine Voraussetzung gelte es zu beachten: „Der Makler muss sich klar sein, dass sich ein solcher Betrieb nicht in Teilzeit entwickeln lässt. Hier braucht es vor allem in den Anfangsjahren 100 Prozent Engagement.“

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Ein Interview mit Jungmakler Dirk Becht lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der procontra.

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