Was Jungmakler heute anders machen

Berater Top News Meistgeklickt von Martin Thaler

„Der junge Makler ist sehr viel rationaler, systemgeprägter unterwegs als der Makler, der noch vor 10, 15 Jahren sein Unternehmen gegründet hat. Er ist von Anfang an bereit in Standards und in Abläufen zu denken, während frühere Makler eher emotional, intuitiv agierten“, hat Vertriebstrainer Steffen Ritter beobachtet.  So würden junge Makler heutzutage von Anfang an planvoller vorgehen, gleich zu Beginn ein genaues Geschäftskonzept haben. Dieses beinhaltet unter anderem die Fokussierung auf eine bestimmte Zielgruppe. „Der Trend zur Fokussierung ist heute klar gegeben“, sagt Ritter.

„Fokussierte Unternehmen erwirtschaften zumeist höhere Erträge als Unternehmen, die mit einem bunt diversifizierten Kundenstamm unterwegs sind. Sie können sich mit Spezial-Know-how vom Wettbewerb abheben.“ Wie dies funktionieren kann, zeigt der Hannoveraner Makler Dirk Becht, der sich mit seiner Firma „Deutsche Immobilien Versicherungsmakler“ (DIVM) auf die Zielgruppe Hausverwalter konzentriert.

Etwas breiter aufgestellt ist in dieser Hinsicht der diesjährige Jungmakler-Award-Gewinner Andreas Küffner aus München. Doch auch bei dessen Firma (S5 – Die Finanzpartner) lassen sich Schwerpunkte ausmachen, die systematisch ausgebaut werden. „Wir haben uns durch unsere bisherige Arbeit mit mittleren und kleinen Unternehmen eine große Expertise im Bereich der Belegschaftskonzepte erarbeitet“, erläutert Küffner. Eine Expertise, die nun zu einem weiteren Standbein des Unternehmens ausgebaut werden soll.

„Wir wollen diese Expertise auch anderen Maklerunternehmen zur Verfügung stellen“, erklärt Küffner, dessen neue Idee sich an Makler richtet, die interessante Unternehmen in ihrem Kundenstamm haben, hier aber noch nicht wissen, wie sie das Thema betriebliche Altersversorgung diesen gegenüber ansprechen können. „Hier helfen wir, vom Akquiseprozess bis hin zur Arbeitnehmerberatung. Die von uns in diesem Bereich entwickelten Erfolgskonzepte können auf diese Weise genutzt werden“, so Küffner. 

Seite 1: Nachwuchsmangel in der Branche
Seite 2: Rational statt emotional
Seite 3: Lohnt die Ergreifung des Maklerberufes noch?

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare