Höhere Hürden für neue Immobilien-Kredite

Sachwerte von Martin Thaler

Ein vom Bundeskabinett verabschiedeter Gesetzentwurf soll Vorkehrungen für den Fall einer möglichen Immobilienblase treffen. Er sieht unter anderem eine Deckelung des Fremdfinanzierungsanteils vor.

Das Bundeskabinett hat an diesem Mittwoch einen Gesetzesentwurf verabschiedet, der neue Hürden für die Kreditvergabe vorsieht.

Das Bundeskabinett hat an diesem Mittwoch einen Gesetzesentwurf verabschiedet, der neue Hürden für die Kreditvergabe vorsieht. Foto: Eukalyptus - Pixabay.de

Angesichts der weiter steigenden Immobilienpreise will die Bundesregierung einer möglich drohenden Immobilienblase vorbeugen. Aus diesem Grunde hat das Bundeskabinett einen Gesetzesentwurf verabschiedet, der höhere Hürden für neue Kredite ermöglicht, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet.

So ist unter anderem die Möglichkeit einer Obergrenze für das Verhältnis zwischen Darlehenshöhe und Immobilienwert geplant, die bei Fehlentwicklungen am Markt zum Tragen kommen soll. Auf diese Weise könnte der Fremdfinanzierungsanteil gedeckelt werden.  

Auch ein Zeitraum soll vorgegeben werden können, in dem ein Teil der Immobilienfinanzierung abgezahlt sein muss. Weiterhin soll die Kreditvergabe durch eine Obergrenze, die sich auf das verfügbare Einkommen des Darlehensnehmers bezieht, eingeschränkt werden können. Auch eine Untergrenze für die Mindesttilgung könne eingeführt werden.  

Nicht betroffen sein von diesen neuen Regelungen sollen jedoch Darlehen für Renovierungen sein. Auch Anschlussfinanzierungen, der soziale Wohnungsbau sowie bestehende Kredite sollen unter die Ausnahmen fallen.  

Die Maßnahmen sollen jedoch erst im Krisenfall greifen, wie im Gesetzentwurf betont wird, „um einer Störung der Funktionsfähigkeit des inländischen Finanzsystems oder einer Gefährdung der Finanzstabilität im Inland entgegenzuwirken“.

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare