Steigende Beiträge: PKV-Verband warnt vor "Cold Calls"

Panorama von Martin Thaler

Die angekündigten Preissteigerungen in der PKV scheinen unseriöse Geschäftsleute zur Akquise zu nutzen. Oftmals würden sie sich dabei als Mitarbeiter des PKV-Verbandes ausgeben, heißt es von Verbandsseite.

Der PKV-Verband warnt vor Werbeanrufen.

Der PKV-Verband warnt vor Werbeanrufen. Foto: isfara - pixabay.de

Einige Woche ist es her, dass die Nachricht publik wurde, die vielen PKV-Kunden wohl nicht gefallen haben dürfte. Denn zum Jahresbeginn werden viele Tarife in der PKV teurer – die durchschnittliche Erhöhung soll im zweitstelligen Bereich liegen.  

In dieser Tatsache scheint für einige eine Geschäftsidee begründet zu liegen – dies legt zumindest eine Pressemitteilung des Verbandes der Privaten Krankenversicherung nahe. In dieser berichtet der Verband, dass es derzeit zu Werbe-Anrufen komme, in denen die Anrufer behaupten, im Auftrag des PKV-Verbandes zu handeln.  

Dabei wird den Angerufenen erzählt, dass ihr Krankenkassen-Tarif massiv steigen wird. Der PKV-Verband, als dessen Vertreter die Anrufer sich ausgeben, würden den Angerufenen deshalb den Wechsel in einen anderen Tarif vermitteln wollen.  

 „Dies ist eine bewusste Täuschung“, heißt es in einer Mitteilung des Verbandes. Mitarbeiter des Verbandes dürften alleine aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nicht als Makler tätig werden und folglich keine vertriebsorientierten Telefongespräche führen. „Solche unlauteren Werbemethoden führen die Verbraucher in die Irre und schädigen damit den guten Ruf der Branche“, heißt es. Der Verband kündigte an, gegebenenfalls die zuständigen Datenbehörden einschalten zu wollen, schließlich seien sogenannte „Cold Calls“ strafbare Handlungen im Sinne von § 43 Abs. 2 Nr. 1 Bundesdatenschutzgesetz.  

Der Verband rät Betroffenen, die Kontaktdaten des Anrufers zu notieren und einen Strafantrag bei der Polizei bzw. Beschwerde bei der Bundesnetzagentur oder den jeweiligen Landesdatenschutzbeauftragten einzulegen. 

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