IDD-Umsetzung: Frontalangriff auf den Maklerberuf

Berater Top News Meistgeklickt von Michael Fiedler

Laufen die Pläne zur IDD-Umsetzung der europäischen Richtlinie zuwider? Diese Auffassung vertritt AfW-Vorstand Norman Wirth. Welche Punkte des Entwurfs er besonders kritisch sieht.

Rechtsanwalt und AfW-Vorstand Norman Wirth

Übt harsche Kritik am Entwurf zur IDD-Umsetzung: Rechtsanwalt und AfW-Vorstand Norman Wirth Bild: AfW

Vergangene Woche wurde der Referentenentwurf zur Umsetzung der IDD vorgelegt. Beteiligt am Entwurf waren drei Ministerien (BMWi, BMVJ, BMF). Der Bundesverband Finanzdienstleistung (AfW) sieht allerdings den Berufsstand des Versicherungsmaklers bedroht: „Mit dem vorgelegten Entwurf des IDD-Umsetzungsgesetzes startet der Versuch, einen der kundenorientiertesten Berufsstände unter dem äußerst löchrigen Deckmantel der verbraucherorientierten Honorarberatung letztlich abzuschaffen“, heißt es in einer Stellungnahme des Verbands.
Der Bundesgerichtshof – immerhin das höchste deutsche Zivilgericht – sieht den Versicherungsmakler als „treuhänderischer Sachwalter des Kunden“, der „im Lager“ des Kunden steht.
Im Gegensatz dazu werde im Entwurf ein Bild des Versicherungsmaklers als geldgetriebener Egoist gezeichnet, der Interessenskonflikten unterliegt, so Norman Wirth. Eine verbraucherorientierte Beratung wird Maklern nicht zugetraut und folglich wird deren Geschäftsfeld massiv beschnitten.
Wer letztlich vom Entwurf profitiert, lasse sich sehr einfach beantworten, in dem man die bis jetzt veröffentlichten Statements daraufhin durchliest, wer den Referentenentwurf euphorisch begrüßt, so der AfW. Die Vertreter der Versicherungsmakler seien das jedenfalls nicht.

Die Positionen und Kritikpunkte des AfW am Entwurf:

Seite 1: Versicherungsmakler als geldgetriebener Egoist
Seite 2: Provisionsabgabeverbot quasi nur für Versicherungsmakler
Seite 3: Provisionsgebot
Seite 4: Kundenabwerbungsklausel

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare