Empfehlungsmarketing: So finden Sie Menschen, die Sie weiterempfehlen

Berater Top News von Anne M. Schüller

Wer ein aktives Empfehlungsmarketing betreibt, wartet nicht in aller Bescheidenheit darauf, rein zufällig empfohlen zu werden, er treibt vielmehr den Prozess systematisch voran. Dazu gehört auch das Suchen und Finden von Menschen, die Sie weiterempfehlen können und wollen.

Treiben Sie Empfehlungsmarketing systematisch voran

Anne M. Schüller stellt Ihnen vor, wie Sie systematisch nach Kunden suchen, die Sie weiterempfehlen würden. Fotolia / gustavofrazao

Um Ihr Empfehlungsmarketing systematisch voranzutreiben, erstellen Sie zunächst eine Liste, auf der steht, wohin Sie in Zukunft verstärkt empfohlen werden möchten:

  • bei welchen Wunschkunden,
  • in welche Branchen,
  • in welche Unternehmen oder Unternehmensbereiche,
  • in welche Netzwerke,
  • bei welchen Zielgruppen,
  • bei welchen Pressevertretern,
  • bei welchen Meinungsführern und Multiplikatoren.

Ferner benötigen Sie eine namentliche Auflistung all derer, die Ihnen beim Auslösen von Mundpropaganda und Empfehlungen helfen können. Diese Liste ist der Ausgangspunkt für Ihre Empfehlungsmarketing-Aktivitäten.

Zehn Empfehlungskreise, die man ansteuern kann

Grundsätzlich gibt es zehn verschiedene Zielkreise, die Ihnen helfen können, neue Kunden per Mundpropaganda zu gewinnen:

  1. das private Umfeld, also Familie, Freunde und Bekannte,
  2. festangestellte und freie Mitarbeiter,
  3. bestehende und ehemalige Kunden,
  4. das berufliche Umfeld: Lieferanten, Partner, Investoren,
  5. die Nachbarschaft und die lokale/regionale Öffentlichkeit,
  6. Menschen, mit denen Sie gemeinsame Interessen teilen (bei der Ausübung von Hobbys, in Clubs, Vereinen usw.),
  7. offline-basierte Netzwerke (Berufsverbände, Business-Clubs, Alumni-Vereinigungen usw.),
  8. online-basierte Netzwerke (Xing, Google+, Linkedin usw.),
  9. passende Kooperationspartner,
  10. Influencer, Multiplikatoren und Meinungsführer.

Fragen Sie beim Erstellen Ihrer Liste nicht nur: Wen kenne ich? Fragen Sie auch einmal andersherum: Wer kennt mich? Denken Sie hierbei auch an Kontakte von früher, also an Schul- und Studienfreunde beziehungsweise an Kollegen ehemaliger Arbeitgeber. Das Internet vereinfacht die Suche erheblich.

Netzwerke müssen sichtbar gemacht werden

Netzwerke sind mehr oder weniger unsichtbare Beziehungsgeflechte. Sie müssen deshalb zunächst sichtbar gemacht werden. CRM-Programme können dies nicht, jedoch gibt es geeignete Software dafür.

Ich habe auch Verkäufer kennengelernt, die dazu Networking-Landkarten an die Wand malten. Sie haben die Namen aller Personen, die ihnen einfielen, auf Kärtchen geschrieben, diese angepinnt und je nach Intensität der gepflegten Beziehung durch verschieden farbige und unterschiedlich dicke Fäden miteinander verbunden.

Auf solche Weise lassen sich starke und schwache Netzwerke sichtbar machen und Super-Networker über Knotenpunkte identifizieren. Gerade das Visualisieren kann dabei zu außerordentlich wertvollen und auch neuen Erkenntnissen führen. Die gefundenen Kontakte sind dann zu sortieren, zu priorisieren und sinnvollen Kategorien zuzuordnen.

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