Diese Daten begehren Versicherer

Digital von Michael Fiedler

Wie weit ist die digitale Transformation im europäischen Versicherungswesen? Welche Daten begehren Versicherer und was erwarten Verbraucher, wenn sie ihre Daten preisgeben? Antworten auf diese Fragen liefert eine Studie.

Datenkrake Versicherung?

Datenkrake Versicherung? (Symbolbild) Fotolia / funway5400

Die Digitalisierung sorgt dafür, dass die Beziehung zwischen Versicherung und Verbraucher an dem Objekt angewandt wird, das Verbraucher jeden Tag bei sich tragen: Das Smartphone. Versicherer werden so „begreifbar“.
Doch die digitale Transformation des Versicherungssektors vollzieht sich eher zögerlich. Dabei sind mehr als 80 Prozent der europäischen Verbraucher bereit, Smart Technologies für Dienstleistungen im Versicherungsbereich zu nutzen. Zu diesem Ergebnis kommt der Zwischenbericht einer dreijährigen Digitalisierungs-Beobachtung des europäischen Versicherungswesens, die der Software-Hersteller RGI, im Jahre 2015 in Zusammenarbeit mit der Celent Celent – Oliver Wyman Group, gestartet hat.

Die Untersuchung “Private Verbraucherdaten und Smart Technology im Versicherungswesen” wurde vorgestellt. Ziel der Umfrage, an der 60 europäische Versicherungsunternehmen und 1.284 Verbraucher in ganz Europa beteiligt sind, ist es, die Entwicklung eines Marktes zu analysieren, der von Big Data und Smart Technologies stark profitieren kann.

Den Ergebnissen zufolge, hat bis heute nur einer von fünf Versicherern beispielsweise in die Stimmerkennung (Voice Recognition) oder Semantischen Analyse investiert, und nur einer von zehn in Robotertechnik, Robo Advice, oder in die automatisierte Datensuche oder in die Sentiment-Analyse.

Ein weiterer sehr interessanter Aspekt der Umfrage: Die Anwendung von Big Data. Nach den Angaben der Versicherer sind folgende Datatypen der Verbraucher am begehrtesten: Fahrverhalten und Kredit-Scoring (84 Prozent der Versicherer), dicht gefolgt von Gesundheitsdaten (79 Prozent).
Was jedoch erwarten die Konsumenten in Bezug auf die Leistungen der Versicherer, wenn diese ihre privaten Daten nutzen? In erster Linie erwarten sie preisgünstigere Produkte und Dienstleistungen (39 Prozent), schnellere Dienstleistungen (31 Prozent) und personalisierte Dienstleistungen (29 Prozent).

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