Bürgerversicherung würde bis zu 51.000 Jobs gefährden

Versicherungen von Martin Thaler

Grüne, SPD und Linke möchten mit der Bürgerversicherung zurück zum Einheitssystem in der Krankenversicherung. Doch die Einführung der Bürgerversicherung könnte bis zu 3/4 aller Stellen in der PKV gefährden, ermittelte nun die Hans-Böckler-Stiftung.

Die Einführung der Bürgerversicherung könnte zu einem massiven Stellenabbau in der PKV führen, sagt eine neue Studie.

Die Einführung der Bürgerversicherung könnte zu einem massiven Stellenabbau in der PKV führen, sagt eine neue Studie. Foto: succo - pixabay.de

Die Grünen fordern sie, ebenso verhält es sich bei SPD und den Linken: die Bürgerversicherung. Sollte diese aber kommen, droht einer Studie der gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung jedoch ein massiver Stellenabbau bei den Privaten Krankenversicherern (PKV). Die Hanns-Böckler-Stiftung erklärte in der Studie, dass die Einführung der Bürgerversicherung zu einem Stellenabbau zwischen 22.700 und 51.000 Stellen führen könnte, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet.  

Die Studie geht von etwa 68.000 Beschäftigten (2014) in der PKV aus – bei den veranschlagten Zahlen droht folglich bis zu drei Vierteln aller Beschäftigten hier der Jobverlust.  

Der PKV-Verband betonte auf seiner Homepage, dass jeder in der PKV investierte Euro weitere 2,10 Euro an zusätzlicher Bruttowertschöpfung in anderen Unternehmen bewirke. Zudem seien mit jedem einzelnen Arbeitsplatz weitere 4,6 Arbeitsplätze verbunden.  

Bereits 2013 war von der Hans-Böckler-Studie eine ähnliche Studie veröffentlicht worden, damals im Auftrag der Gewerkschaft Verdi. Diese hatte ein noch deutlicheres Ergebnis erbracht und stellte auch Überlegungen in Bezug auf Versicherungsvermittler an. So seien durch eine Einstellung der PKV 50 Prozent der in Sachen PKV tätigen Vermittler existenziell gefährdet, hieß es. 30 Prozent müssten größere Umsatz- bzw. Einkommenseinbußen einnehmen, nur 20 Prozent könnten indes die Verluste mit anderen Geschäften kompensieren. 

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