Bombensprengung: Axa klagt gegen Stadt München

Panorama von Martin Thaler

2012 verursachte die Sprengung einer Fliegerbombe im Münchener Stadtteil Schwabing große Schäden. 410.000 Euro musste die Axa zahlen - doch die will das Geld nun wiederhaben.

Die Sprengung einer Fliegerbombe in München sorgte 2012 deutschlandweit für Aufregung.

Die Sprengung einer Fliegerbombe in München sorgte 2012 deutschlandweit für Aufregung. Foto: Screenshot Youtube

Die Axa geht gerichtlich gegen die Stadt München vor. 410.000 Euro verlangt der Versicherer, am Mittwoch begann der Prozess vor dem Landgericht München, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet.  

Doch worum geht es? Rückblick: Am 28. August 2012 sollte im Münchener Stadtteil Schwabing eine Fliegerbombe gesprengt werden, beauftragt mit dieser Aufgabe war der Kampfmittelräumdienst Tauber. Bei der Sprengung der Bombe gerieten die zur Detonations-Dämmung genutzten Strohballen jedoch in Flammen, das brennende Stroh flog durch zerborstene Fensterscheiben und auf Dächer und sorgte für zahlreiche Brände.  

Betroffen hiervon waren unter anderem eine Modeboutique, in der das gesamte Sortiment verbrannte, ein Bubble-Tea-Geschäft und ein Musikverlag. Drei Geschäfte, die bei der Axa versichert waren und für deren Schaden der Versicherer besagte 410.000 Euro zahlen musste.  

Diese will das Unternehmen nun aber von der Stadt München wiederhaben. Denn aus Sicht der Axa war die Sprengung nicht sachgerecht.  

Neben der Frage, ob die Sprengung, die damals deutschlandweit durch die Nachrichten ging, fehlerhaft ausgeführt wurde geht es vor dem Gericht auch darum, wer denn verantwortlich ist: die Stadt München, das Land Bayern, der Kampfmittelräumdienst oder der Grundstückseigentümer.  

Eine Entscheidung, wie es weitergeht, will das Gericht am 8. Februar bekannt geben. Der Vorsitzende Richter geht aber davon aus, dass der Fall letztlich erst vor dem Bundesgerichtshof gelöst werden kann. 

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