Zinstief verunsichert Anleger

Berater von Stefan Terliesner

Studie: Jeder zweite Deutsche bangt um seine Altersvorsorge. Lohnt der Wechsel in eine chancenreichere oder staatlich geförderte Anlageform?

Wechsel der Anlageform

Ist ein Wechsel der Anlageform der richtige Schritt?

Die Anlagezinsen befinden sich auf einem historisch niedrigen Niveau, die Rendite vieler Sparverträge tendiert gegen null, eine Trendwende ist mittel- bis langfristig nicht in Sicht. Jeden zweiten Bundesbürger (49 Prozent), der in eine private Altersvorsorge investiert, macht die aktuelle Zinssituation nervös; unter denen, die nicht vorsorgen, liegt der Anteil lediglich bei 37 Prozent. Zu diesen Ergebnissen kommt eine TNS-Emnid-Umfrage im Auftrag der Postbank.

Riester lockt mit Förderung

Laut Pressemitteilung des Kreditinstituts bezweifeln 31 Prozent der Altersvorsorgesparer, dass sie ihren Lebensstandard nach Renteneintritt halten können, von den Befragten ohne private Vorsorge befürchten dies nur 26 Prozent. „Wer Bedenken hat, dass ein Altersvorsorgevertrag nicht genügend Rendite abwirft, kann einen Wechsel in eine chancenreichere Anlageform oder eine staatlich geförderte Altersvorsorge erwägen“, wird Helma Eckhardt von der Postbank in dem Schreiben zitiert. Und weiter: „Zum Beispiel weisen zahlreiche Fondssparpläne ein ausgewogenes Verhältnis von Ertrag und Risiko auf. Bei einem Riester-Vertrag sind die Renditeaussichten zwar geringer, dafür ist die staatliche Förderung garantiert.“ Bei einem Produktwechsel könne der bestehende Vertrag in der Regel beitragsfrei fortgeführt werden. Künftige Zahlungen würden in den neuen fließen.

Aufruf zur Beratung

Im Falle eines Riester-Vertrags funktioniere der Wechsel durch Vorgaben des Gesetzgebers noch leichter: Das angesparte Kapital werde gegen eine Gebühr in den neuen Vertrag übertragen. Ob sich der Wechsel lohnt, sei von verschiedenen Faktoren abhängig, die Kunden im Vorfeld genau prüfen sollten. „Bei einem Wechsel fallen Abschluss- und Einrichtungskosten an, die gegen die Renditechancen des neuen Vertrags abgewogen werden müssen“, erläutert Eckhardt. „Anleger, die an ihrer bestehenden privaten Vorsorge zweifeln, sollten sich professionell beraten lassen und eine individuelle Strategie entwickeln.“

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