Wie Pools aus Maklern FinTechs machen (wollen)

Berater Top News Digital von Michael Fiedler

Mit „Sekretär“ und „FondsShop“ wollen gleich zwei Pools Makler zum „FinTech 2.0“ machen. Beide Modelle setzen auf Servicepauschalen, die vom Endkunden zu zahlen sind. Was maxpool und FondsKonzept planen.

Maxpool und Fondskonzept

Maxpool und Fondskonzept wollen Makler zum FinTech machen. Bild: maxpool/procontra

Maklerpools werden die Gewinner der Digitalisierungs-Welle sein, prophezeite Dominik Groenen vor fast genau einem Jahr auf procontra. Und tatsächlich haben seitdem mehrere Pools eigene App-Lösungen vorgestellt. Zum Beispiel „allesmeins“ von Jung DMS & Cie oder „simplr“ von Blaudirekt.

Nun will maxpool mit „Sekretär“ neue Maßstäbe in Sachen digitaler Maklerauftritt setzen. Die Endkundenversion wird Maklern auch bei der Einführung von Gebührenmodellen helfen, kündigte der Hamburger Pool an.

Pool-Chef Drewes legt Wert darauf, dass die App gezielt für die Ansprüche von Maklern entwickelt wurde. So können auch Fremdverträge erfasst werden, es steht ein ScanServices zur Verfügung und sogar das Inkasso wird übernommen.

Obwohl maxpool als Deckungskonzeptionär bereits jetzt denselben Datenschutzauflagen wie ein Versicherer unterliegt, wird es gegen Jahresende auch ein TÜV-Zertifikat über die Datenschutzstandards geben, kündigte Drewes an. Der Start der App ist für den 07. November vorgesehen. Bis zum 23. November stellt maxpool den „Sekretär“ in ganztägigen Workshops vor.

„Revolution in der 34f-Vermittlung“

Nichts weniger als eine „Revolution in der 34f-Vermittlung“ verspricht FondsKonzept mit dem neuen FondsShop. Mit dem interaktiven Online-Tool könnten Finanzanlagenvermittler gegenüber ihren Kunden als „vollständige FinTech-Einheit“ auftreten, so FondsKonzept. Der digitale Vertrieb von Investmentfondsanteilen für Einmalanlagen und Sparpläne wird über Fondsshop vereinfacht, verspricht der Pool.

Die Auswahl der Fondsanteile basiert auf dem Execution-only-Prinzip im Rahmen des beratungsfreien Geschäftes mit Haftungsausschluss, bei dem der Makler dem Kunden lediglich in Form eines technischen Assistenten zur Verfügung steht.
Kunden haben die freie Wahl zwischen dem Erwerb von Einzelfonds (ab 1.000 Euro einmalig bzw. 25 Euro monatlich) oder fertigen Modellportfolios (ab 5.000 Euro einmalig bzw. 25 Euro monatlich). Entscheidet sich der Kunde in Eigenregie für einen Kauf, werden die Fondsanteile in den „Warenkorb“ gelegt und an der „Kasse“ gekauft.
Das Vergütungsmodell des Fondsshops setzt sich aus anteiliger Servicegebühr und Abschlussfolgecourtage zusammen. Ausgabeaufschläge sind nicht vorgesehen.

Um Neukunden für den Fondsshop zu gewinnen, stehen dem Makler fertige Kampagnen und Marketingbausteine zur Verfügung. Fondsshop, Maklerservicecenter, App und digitaler Finanzordner ergänzen einander und sind auch als White-Label-Version erhältlich. Makler müssten in technologischer Hinsicht keinen Vergleich mit FinTechs scheuen, so Hans-Jürgen Bretzke, Vorstand der FondsKonzept AG.
Welche Möglichkeiten der Fondsshop noch bietet, können Vermittler auf der DKM am Stand von FondsKonzept in Erfahrung bringen.

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