Sturm und Hagel sorgen für die größten Schäden

Versicherungen von Martin Thaler

Insgesamt 2,6 Milliarden Euro zahlten die deutschen Versicherer 2015 für Unwetterschäden. Insbesondere ein Ereignis machte den Unternehmen dabei besonders zu schaffen.

Unwetter sorgten 2015 für versicherte Schäden in Höhe von 2,6 Milliarden Euro.

Unwetter sorgten 2015 für versicherte Schäden in Höhe von 2,6 Milliarden Euro. Foto: hpgruesen - pixabay.de

Wenn es in Deutschland stürmt, hagelt oder blitzt wird es für die Versicherer teuer – besonders Sturm und Hagel sorgen dabei für große Schäden. Das trifft zumindest für den Branchenprimus Allianz zu, der an diesem Donnerstag seinen neuen Naturkatastrophenkalender veröffentlichte. In diesem wertete das Münchener Unternehmen die gemeldeten Unwetterschäden seiner Kunden aus – 305.000 waren dies im vergangenen Jahr, im Schnitt also 836 pro Tag. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Schadensmeldungen fast verdoppelt (177.000).  

In 252.500 Fällen – das entspricht 83 Prozent aller Fälle – waren Sturm und Hagel für die Schäden verantwortlich – dies waren doppelt so viele wie noch 2014. Besonders der März, der durch die verspäteten Winterstürme Niklas und Mike geprägt war, fiel dabei schwer ins Gewicht – 35,1 Prozent aller Schäden fielen in diesen Monat.  

Die zweitmeisten Schäden (45.500) wurden durch Blitze und Überspannung verursacht, auf Platz drei fielen Überschwemmungen und Starkregen. Dies dürfte für 2016 stärker ins Gewicht fallen. Allein die Sturmtiefs Elvira und Frederike verursachten im Frühjahr dieses Jahres Schäden in Milliardenhöhe.  

Die Gefahr durch Blitzschäden war dabei von starken regionalen Unterschieden geprägt: „Vor allem der Süden Deutschlands sowie der Südwesten und das Erzgebirge weisen normalerweise eine hohe Blitzdichte auf“, erklärte Markus Stowasser, Meteorologe bei der Allianz Re. Allerdings mit unterschiedlichen Auswirkungen. „In städtischen Regionen mit sehr verzweigten Leitungsnetzen führt ein Blitz deutlich seltener zu einem Überspannungsschaden als auf dem Land“, so Stowasser.  

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