Kunden setzen weiter auf Vermittler

Berater von Martin Thaler

Wie kaufen Verbraucher Versicherungen? Dieser Frage widmete sich die Zurich Versicherung in einer Studie, die mit einer guten Nachricht für Vermittler aufwartet. Allerdings gibt es auch negative Aspekte.

Sieht die Bedeutung der Digitalisierung weiter steigen: Marcus Nagel, Vorstandsvorsitzender der Zurich Gruppe Deutschland.

Sieht die Bedeutung der Digitalisierung weiter steigen: Marcus Nagel, Vorstandsvorsitzender der Zurich Gruppe Deutschland. Foto: Zurich

Es sind zwei Studien, die schön zueinander passen. Vergangene Woche veröffentlichten die ARD und das ZDF ihre Onlinestudie. Das Ergebnis zeigte eine klare Richtung: Die Internetverbreitung wächst und wächst – im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Internetnutzer um zwei Millionen auf nun 58 Millionen. Das heißt: 84 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung nutzt das Internet.  

Klar ist dabei, dass das Internet nicht nur für Facebook, Ebay und Instagram genutzt wird, sondern für viele Menschen zu einer wichtigen Informationsquelle wird, wenn es zum Kauf von Versicherungen kommt. Dies ist das Ergebnis der zweiten Studie, die das Meinungsforschungsunternehmen GfK im Auftrag der Zurich-Versicherung sowie des Internet-Giganten Google durchführte. „ROPOStudie (ROPO = Research online, purchase offline) für Versicherungsprodukte in Deutschland“ heißt diese und wartet mit einer guten Nachricht für Makler auf:  

Sechs von zehn Versicherungskunden versorgen sich vor dem Versicherungskauf mit Informationen im Internet, den Vertrag schließen sie aber dennoch offline ab. 84 Prozent aller Abschlüsse werden via Internet-Recherche vorbereitet, danach treten die meisten Kunden jedoch den Weg zum Vermittler an. 75 Prozent gaben an, ihre Verträge nicht auf elektronischem Wege abzuschließen.  

Allerdings, und das ist der Haken, steigt die Bereitschaft, Versicherungsverträge online abzuschließen. Im Vergleich zum Jahr 2012 habe sich die Zahl der Online-Abschlüsse auf 25 Prozent verdoppelt. Allerdings handelt es sich hierbei vorwiegend um einfachere Produkte – beratungsintensive Verträge bleiben indes Vermittlersache. So ist das Produkt, das am häufigsten online abgeschlossen wird, die KfZ-Versicherung – 33 Prozent aller Verträge würden hier schon via Internet abgeschlossen.  

Das Thema Altersvorsorge werde ebenfalls verstärkt im Internet recherchiert – beim Kauf vertrauen die Menschen dann aber doch lieber dem Vermittler aus Fleisch und Blut.  

„Die Studie zeigt, dass Digitalisierung eine immer größere Rolle spielt, um Kundenbedürfnisse besser zu erfüllen", bewertet Marcus Nagel, Vorstandsvorsitzender der Zurich Gruppe Deutschland, das Ergebnis der Studie. 

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