Ergo setzt weiter auf Makler

Versicherungen von Martin Thaler

2017 wollen die Düsseldorfer einen eigenen Digitalversicherer auf den Markt bringen. Dennoch ist Ergo-Chef Markus Rieß davon überzeugt, dass der Großteil des Geschäfts mit Vertretern gemacht werden wird.

Glaubt, dass auch in Zukunft der Großteil des Geschäfts mit Vertretern gemacht wird. Ergo-Chef Markus Rieß.

Glaubt, dass auch in Zukunft der Großteil des Geschäfts mit Vertretern gemacht wird. Ergo-Chef Markus Rieß. Foto: Ergo

Der Digitalisierung und einem milliardenschweren Investitionsprogramm zum Trotz: Ergo-Chef Markus Rieß ist fest davon überzeugt, dass auch in Zukunft der Löwenanteil im Vertrieb weiterhin durch Vertreter und Makler erfolgen wird. „Ich glaube, dass wir auch in Zukunft  80 Prozent unseres Geschäfts mit Vertretern machen werden“, sagte Rieß im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung. Diese würden jedoch zunehmend bei der Kundenbeziehung durch digitale Angebote unterstützt. „Dennoch glaube ich, dass auch in Zukunft die Vertreter im Mittelpunkt stehen werden.“  

Nichtsdestotrotz hält das Unternehmen am Abbau von 1.800 Stellen, wie im milliardenschweren Umbauprogramm vorgesehen, fest. Rieß erklärte, dass man hier in diversen Diskussionen stecke, in denen über den Vorruhestand von Mitarbeitern geht bzw. andere freiwillige Maßnahmen. Bis 2017 solle auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet werden.  

Auch wenn Ergo die Vermittler im Fokus ihres Vertriebsgeschäfts sieht, plant man an die Gründung eines rein digitalen Versicherers. Schließlich seien die Kunden heutzutage „viel weniger kanaltreu“, als Versicherer müsse man folglich „mehr Pfeile im Köcher haben“. Nexible soll der neue Digital-Versicherer heißen und im Herbst 2017 an den Start gehen. Zuerst werde sich das Angebot auf KfZ-Versicherungen beschränken, erklärte Rieß, das Angebot solle aber ausgeweitet werden. Denkbar seien unter anderem Unfall- oder Krankenzusatztarife.

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