Buberl: Was gegen Fusionen spricht

Versicherungen von Martin Thaler

Lange Zeit war über eine Fusion der Axa mit dem italienischen Konkurrenten Generali spekuliert worden. Diesen Gerüchten schob Axa-Chef Buberl nun einen Riegel vor. Was für ihn dagegen spricht, lesen Sie hier.

Steht einer Fusion mit anderen Versicherungsunternehmen eher skeptisch gegenüber: Axa-CEO Thomas Buberl.

Steht einer Fusion mit anderen Versicherungsunternehmen eher skeptisch gegenüber: Axa-CEO Thomas Buberl. Foto: Axa

Die Gerüchteküche war die vergangenen Wochen ordentlich in Bewegung: Mehrere Medien berichteten, dass der französische Axa-Konzern unter seinem neuen Chef Thomas Buberl eine Übernahme des italienischen Versicherungsschwergewichts Generali ins Auge fasse. Hierdurch würde Europas größter Versicherer entstehen, die Allianz folglich nur noch auf dem zweiten Platz landen.  

Doch diesen Gerüchten schob Axa-Chef Buberl nun einen Riegel vor: „Das macht überhaupt keinen Sinn“, erklärte Buberl in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung. So werde der Umbau in der Versicherungswirtschaft nach Meinung Buberls sehr lange dauern – die großen Unternehmen müssten nicht fusionieren, die kleineren würden oftmals problematische Verträge im Bestand haben, die niemand übernehmen wolle.  

Zudem würden die Konkurrenten in Zukunft ganz andere sein: „Ich habe sehr klare Indizien, dass die Wettbewerber von morgen Google, Apple und Facebook heißen“, erklärte Buberl. Eine Übernahme eines anderen Versicherers würde demzufolge nur unnötig Kapazitäten und Geld kosten, das Unternehmen allerdings nicht auf die neuen Wettbewerber vorbereiten.  

Buberl bestätigte in dem Zeitungsinterview zudem seinen Fünf-Jahres-Plan „Ambition 2020“, der unter anderem Milliardeninvestitionen vorsieht, vorrangig in den Bereichen Kranken- und Gewerbeversicherungen.  

Auch zum Thema Niedrigzinsen nahm Buberl Stellung. Eine wesentliche Änderung beim Zinsniveau sieht er kurzfristig nicht kommend: „Es ist unwahrscheinlich, dass irgendetwas Maßgebliches vor 2020 passiert“, sagte er.

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare