BVK: „Wir haben nach wie vor den Beratungstrumpf!“

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Dennis Just, Gründer von Knip, verkündete, dass der Digital-Makler nun Mitglied im Bundesverband der Versicherungskaufleute (BVK) sei. procontra hakte beim BVK nach.

Dennis Just, Gründer und CEO von Knip

Chief Finance Officer Emily Kruse (links) und Deutschland-Chefin Katja Thiere (rechts) freuen sich mit Dennis Just, Gründer und CEO von Knip, über die BVK-Mitgliedschaft. Bild: Knip.de

Vor knapp einem Jahr trat Digital-Makler Knip in den deutschen Markt ein. Das Schweizer Startup sammelte Millionen ein, um die eigene App zu entwickeln und in Deutschland zu etablieren.
Gründer Dennis Just sorgt mit seinen Statements häufig für Widerspruch aus der Branche (procontra berichtete: „Klassische Vermittler haben den Anschluss verpasst“). Nicht allein deswegen sehen viele Vermittler in Knip eine Bedrohung für die eigenen Bestände: Bis vor kurzem ermöglichte Knip Nutzern nur dann den Zugang zur App, wenn ein Maklermandat erteilt wurde. Die Praxis wurde aufgegeben. Welche Rolle spielte dieser Punkt bei der Frage einer möglichen Mitgliedschaft?
„Dieser Punkt spielte für die Entscheidung von Knip als BVK-Mitglied in der Tat eine Rolle. Zudem hat das Unternehmen auf Wunsch vom BVK seine Transparenz erhöht und weist sich gegenüber seinen Kunden klar und eindeutig auf der Startseite als Makler aus“, so BVK-Präsident Michael Heinz auf procontra-Nachfrage.

Bei Just liest sich das ein wenig anders: „Schon früh haben wir den Dialog mit dem BVK gesucht, da wir den inhaltlichen Austausch mit dem Verband sehr schätzen. Zunächst mussten wir, verständlicherweise, noch unser nachhaltiges Modell beweisen, insbesondere die Qualität der Beratung durch unsere Versicherungsexperten.”

Qualifizierte Beratung als Alleinstellungsmerkmal

Dass Knip von vielen Vermittlern als Bedrohung wahrgenommen wird, sollte auch den BVK beschäftigen. procontra fragte nach, was der Verband diesen Befürchtungen entgegensetzt. Die Antwort von Michael Heinz: „Der BVK vertritt die Position, dass die vertrauensvolle persönliche Beratung nach wie vor unersetzlicher Kernbestandteil bei der Vermittlung und Beratung von Versicherungen bleibt, auch trotz aller Digitalisierung. Der zukunftsfähige Vermittler macht die qualifizierte Beratung zu seinem Alleinstellungsmerkmal. Aufgrund der großen Informationsvielfalt bietet sich dem Vermittler die große Chance, den Kunden die notwendige Orientierung und Unterstützung bei der eigenständigen Entscheidungsfindung zu bieten. Denn er vereinfacht die Komplexität der Versicherungsangebote für seinen Kunden und erteilt fachmännischen Rat.“

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