BU-Urteil: Schmerzen müssen nachweisbar sein

Berater von Martin Thaler

Wer unter Schmerzen leidet und deswegen seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, muss diese objektiv nachweisen können, wenn er Geld von seiner BU-Versicherung bekommen möchte. Dies entschied nun das OLG Karlsruhe in einem aktuellen Fall.

Wer Schmerzen hat, muss diese auch nachweisen können, wenn die BU-Versicherung greifen soll.

Wer Schmerzen hat, muss diese auch nachweisen können, wenn die BU-Versicherung greifen soll. Foto: thodonal - fotolia.com

Leidet ein Arbeitnehmer unter starken Schmerzen und kann deswegen seinen Beruf nicht weiter ausüben, muss er – will er Geld von seiner Berufsunfähigkeitsversicherung erhalten – diese nachweisen können. Dies macht ein aktuelles Urteil des OLG Karlsruhe von Anfang September (Az: 12 U 79/16) deutlich.  

Der Fall:  

Der Kläger hatte 2008 eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen. Seit 2009 war er als Fahrer und Lagerist tätig, bis 2011/12 beim Kläger verstärkt Rücken- und Schulterschmerzen auftraten. Der den Kläger behandelnde Orthopäde attestierte dem Kläger schließlich im November 2012, dass dieser aufgrund orthopädischer Erkrankungen nicht mehr in der Lage sei, seinen Beruf auszuüben. Die BU-Versicherung des Klägers weigerte sich allerdings zu zahlen.

Sie zweifelte an, dass der Mann tatsächlich nicht mehr in der Lage gewesen sei, seinem Beruf nachzugehen. Hiergegen klagte der Versicherte. Nachdem das Landgericht Karlsruhe gegen den Versicherten entschieden hatte, verwarf nun auch das OLG Karlsruhe die Berufung des Klägers.  

Seite 1: Nachweis von Schmerzen
Seite 2: So begründeten die Richter ihre Entscheidung

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