Biometrische Absicherung hat viel Potenzial

ZukunftsVorsorge von Simone Bernhard

Zu einer ganzheitlichen Zukunftsvorsorge gehört neben einer soliden Altersvorsorge auch die Absicherung möglicher Risiken. Insbesondere die Biometrische Absicherung bietet interessante Ansätze.

Quelle: Fotolia/Wolfgang Zwanzger

Der Begriff Biometrie ist der Oberbegriff für eine Gruppe von Risiken, die eng mit dem Lebensablauf zusammenhängen. Dazu gehören die Wahrscheinlichkeit des Eintritts von Berufsunfähigkeit, Erwerbsunfähigkeit, Unfällen, Pflegebedürftigkeit oder bestimmten Krankheiten. Je nach Lebenssituation sind bestimmte Risiken höher, als andere. Leider sind viele Deutsche nur unzureichend über diese Risiken und vor allem deren potenzielle Folgen aufgekla?rt.

Das Risiko der Erwerbsunfähigkeit

Pro Kalenderjahr scheiden in Deutschland bis zu 200.000 Berufstätige vorzeitig aus dem aktiven Erwerbsleben aus. Fast jeder Vierte muss nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung seinen Beruf wegen Krankheit oder Unfall voll oder teilweise aufgeben. Finanziell ausreichend abgesichert für einen solchen Fall sind allerdings nur etwa 25 % der Haushalte.

Die zusätzliche Absicherung möglicher Ursachen einer Berufsunfähigkeit per Unfall- und Dread Disease Versicherung ist darüber hinaus empfehlenswert. Unabhängig von den langfristigen Folgen wird so im Falle eines Unfalls oder einer schweren Erkrankung die aktuelle Situation optimal aufgefangen. Auch hier werden die Zahlen zur Wahrscheinlichkeit eines solchen Falles so manchen überraschen: Rund 426.800 Menschen erkranken nach Angaben des Robert Koch-Instituts in Deutschland jährlich an Krebs, fast 280.000 erleiden einen Herzinfarkt und rund 200.000 einen Schlaganfall.

Das Risiko der Pflegebedürftigkeit

Die derzeit 2,3 Millionen Pflegebedürftigen sollen, so prognostiziert das Statistische Bundesamt, 2020 auf rund 3 Millionen anwachsen. Aktuell lebt etwa ein Drittel aller pflegebedürftigen Menschen im Pflegeheim, wobei wiederum ein Drittel dieser Heimbewohner Sozialhilfe empfängt. Hierbei handelt es sich keineswegs nur um altersschwache Menschen. Jeden Tag kommen in Deutschland 25 Menschen unter 65 Jahren hinzu, die beispielsweise aufgrund von Unfall oder Krankheit zum Pflegefall werden.

Das Potenzial dieser Risiken

Hinsichtlich der Biometrischen Absicherung bestehen große Wissens- und vor allem Versorgungslücken. Der wichtigste Schritt zur Abhilfe liegt in einer ganzheitlichen Beratung. Hierfür bietet laut der Studie „Kundenmonitor Assekuranz“ des Kölner Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov die jüngere Zielgruppe besonderes Potenzial: 29 % der bis 30-Jährigen beabsichtigen, eine oder mehrere biometrische Versicherungen in den nächsten 12 Monaten abzuschließen. Eine große Rolle spielen dabei die Berufseinsteiger. 

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare