Steht Knip vor größeren Problemen?

Digital von Martin Thaler

Knip gilt unter den InsurTech-Unternehmen als Marktführer. Doch mittlerweile hat der Online-Versicherungsbroker mit einbrechenden Downloadzahlen und dem Abgang zahlreicher Führungskräfte zu kämpfen.

Knip-Chef Dennis Just hat derzeit mit einbrechenden Downloadzahlen zu kämpfen.

Knip-Chef Dennis Just hat derzeit mit einbrechenden Downloadzahlen zu kämpfen. Foto: Knip

Steht der Online-Versicherungsbroker vor schweren Zeiten? Das legt zumindest eine Bericht der Schweizer Handelszeitung nahe. Das InsurTech-Unternehmen, das zuletzt mit einer sogenannten Pokemon-Versicherung einen echten Marketing-Coup hinlegte, hat dem Bericht zufolge mit dem Abgang zahlreicher Führungskräfte sowie stark sinkenden Downloadzahlen zu kämpfen. Um bis zu 90 Prozent seien diese in Deutschland sowie in der Schweiz in den vergangenen Monaten eingebrochen, heißt es in dem Bericht.  

Auf die schlechten Download-Zahlen angesprochen äußerte sich das 2013 von Dennis Just und Christina Kehl gegründete Unternehmen folgendermaßen: Versicherungen würden „von September bis November verkauft“, hieß es – und Apps würden sich „am besten von Oktober bis März“ vermarkten lassen. Im März dieses Jahres hatte das StartUp erklärt, dass seine Versicherungs-App bisher 400.000-mal heruntergeladen worden sei.

Auch zum Abgang der Führungskräfte bezog Knip Stellung. So hatten im Februar der Produktechef, im Mai der Art Director, im Juni der Marketingchef und im Juli der Strategiechef das Unternehmen verlassen. Das Unternehmen erklärte, dass man derzeit „Effizienz und Automatisierung“ steigere und darum tendenziell „immer weniger Manpower“ brauche, um die Kunden „exzellent zu beraten“.

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