Riester: Diese neuen Impulse fordern Deutschlands Arbeitgeber

Versicherungen Top News von Martin Thaler

Nach 15 Jahren könnte die Riester-Rente neue Impulse vertragen, erklärt BDA-Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter. Auch bei der betrieblichen Altersvorsorge sieht der Wirtschaftsverband Möglichkeiten zur Nachbesserung.

Spricht sich für eine Erhöhung der Förderung aus: BDA-Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter.

Spricht sich für eine Erhöhung der Förderung aus: BDA-Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter. Foto: BDA

Spätestens seit den markigen Aussagen von CSU-Chef Horst Seehofer im Frühjahr steht das Thema Riester-Rente im Aufmerksamkeits-Fokus der Öffentlichkeit. Reformvorschläge gibt es viele: Angefangen von einer zehnjährigen Haltefrist, die die CDU-Parlamentarierin Anja Karliczek ins Gespräch gebracht hatte, bis hin zu Optimierungen bei der Verwaltung.  

Auch die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA) wünscht sich neue Impulse beim Thema Riester. Und diese sollten sich vor allem in höheren Förderbeiträgen widerspiegeln, wie BDA-Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter gegenüber der Rheinischen Post erklärte: „Der staatliche Zuschuss pro Riester-Vertrag sollte von 154 Euro im Jahr auf 200 Euro erhöht werden.“   Zudem sprach sich Kampeter auch für eine Anhebung der steuerlichen Absetzbarkeit der Riester-Beiträge aus. Diese solle von derzeit 2.100 auf 3.000 Euro angehoben werden.  

Steuerliche Nachbesserungen forderte Kampeter auch bei der Betriebsrente. Hier können bislang nur bis zu vier Prozent des Bruttolohns steuer- und abgabenfrei gestellt werden, sofern dieses Geld für die Altersvorsorge genutzt wird. Hier spricht sich der BDA für eine Verdoppelung des Limits auf acht Prozent aus, um so die Menschen zu mehr Vorsorge zu ermutigen.  

Dem Thema Nahles-Rente, also einer verpflichtende betriebliche Altersvorsorge, der sich Arbeitgeber nur mittels Opt-out-Option entziehen können, begegnet BDA-Mann Kampeter indes mit Ablehnung. Eine solche von der Sozialministerin geplante Rente würde viele kleinere und mittlere Unternehmen in den Ruin treiben, glaubt Kampeter. 

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