PR-Offensive in der Löwenhöhle

Panorama von Martin Thaler

Ab diesem Dienstag ist der umstrittene Finanzinvestor Carsten Maschmeyer in der Vox-Show "Die Höhle der Löwen" zu sehen. Seine Teilnahme bietet dem AWD-Gründer auch die Gelegenheit, über die Vergangenheit zu reden.

Finanzinvestor und AWD-Gründer Carsten Maschmeyer.

Finanzinvestor und AWD-Gründer Carsten Maschmeyer. Foto: www.carsten-maschmeyer.de

Er gehöre zu den „erfolgreichsten Unternehmern Deutschlands“, sei eine der „bekanntesten und wohlhabendsten Wirtschaftspersönlichkeiten Deutschlands“ und sei mit „seiner Empathie für Gründerpersönlichkeiten, seinem Know-How und seinem Netzwerk“ eine wertvolle Bereicherung für StartUp-Unternehmer: Mit lobenden Worten kündigt der Fernsehsender Vox auf seiner Homepage den streitbaren Finanzinvestor Carsten Maschmeyer als neues Mitglied im Investorenkreis der Sendung „Höhle der Löwen“ an, die an diesem Dienstag erstmals in der neuen Besetzung ausgestrahlt wird.  

Der Auftritt in der erfolgreichen Vox-Sendung ist für den AWD-Gründer Maschmeyer auch Gelegenheit, sich in zahlreichen Interviews zu Wort zu melden und gegen sein schlechtes Image vorzugehen. So erklärte er gegenüber der „Welt am Sonntag“, dass er aufgrund seines sehr bekannten Gesichts in der Finanzszene „manchmal als Fußabtreter für eine ganze Branche benutzt“ werde und für alle Vorurteile herhalten müsse. Dabei hätte sein ehemaliges Unternehmen AWD von den 1300 Klagen, die Kunden wegen Falschberatung einreichten, „1300 gewonnen, weil die Klagen nach dem Urteil des Bundesgerichtshofes unzulässig und unbegründet waren“.  

Bedauern äußerte Maschmeyer gegenüber der „Welt am Sonntag“ bezüglich seines Rechtsstreits mit dem NDR, der 2011 die Dokumentation „Der Drückerkönig und die Politik“ veröffentlicht hatte. Der Streit war damals mit einem Vergleich beendet worden. „Im Falle des NDR würde ich das rückblickend auch anders handhaben, ich habe auch provoziert“, erklärte Maschmeyer. 

 

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