Kunden und Versicherung um 1,3 Millionen betrogen

Panorama von Martin Thaler

In Dresden hat der Prozess gegen einen ehemaligen Geschäftsstellenleiter der Ergo-Versicherung begonnen. Ihm wird vorgeworfen, mit fingierten Verträgen und eigenmächtig gekündeten Versicherungen einen Millionenschaden verursacht zu haben.

Einem 37-jährigen ehemaligen Ergo-Geschäftsstellenleiter wird vorgeworfen, die Versicherung sowie Kunden um 1,3 Millionen Euro betrogen zu haben.

Einem 37-jährigen ehemaligen Ergo-Geschäftsstellenleiter wird vorgeworfen, die Versicherung sowie Kunden um 1,3 Millionen Euro betrogen zu haben. Foto: antimartina - fotolia.com

Er war Chef der Dresdener Geschäftsstelle der Ergo-Versicherungen, nun sitzt er auf der Anklagebank. Der 37-jährige Falk E. ist angeklagt, Kunden sowie die Versicherung selbst um 1,3 Millionen Euro betrogen zu haben. Der Prozess begann an diesem Dienstag. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, ihm großen Stile (250 Fälle) fingierte Versicherungsverträge abgeschlossen zu haben und hierfür die Provision kassiert zu haben. Dies berichten die Dresdener Neuen Nachrichten.  

Weiterhin soll er auch die bestehenden Versicherungen sowie Fondsanteile seiner Kunden gekündigt haben – ohne, dass die zugestimmt hätten bzw. überhaupt davon wussten. Die Rückkaufwerte flossen dann auf sein Konto. Zudem, so ergänzt die Sächsische Zeitung, soll der Angeklagte von 2008 bis 2012 400.000 mit dem Verkauf von Kapitalanlagen eingenommen haben. Diese gab es allerdings überhaupt nicht.   Von dem Geld soll E. ein Leben auf großem Fuß geführt haben – unter anderem eine Porsche 911 Targa 4 S soll von dem Geld angeschafft worden sein. Kaufpreis: 146.000 Euro.  

Ende 2012 war der heute 37-Jährige, wie die Sächsische Zeitung weiter ausführt, dann abgetaucht. Erst im Februar dieses Jahres war er schließlich in der Dominikanischen Republik verhaftet worden.  

Die Anwälte des Angeklagten kündigten am Dienstag ein Geständnis an. Allerdings sei der verursachte Schaden wesentlich geringer, so der Einwurf. Im Fall eines Geständnisses stellte das Gericht der Zeitung zufolge eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren in Aussicht. 

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