Warum Basisrenten auch für Gutverdiener interessant sind

Berater von Stefan Terliesner

Mit der Basisrente können nicht nur Selbständige und Freiberufler ihr Einkommen im Alter aufbessern, sondern auch Gutverdiener. Vor dem Kauf eines Produkts sollten sich Verbraucher aber auf jeden Fall beraten lassen.

Foto: Prof. em. Dr. Dr. h.c. Bert Rürup, TU Darmstadt und Gründungs-Präsident des Handelsblatt Research Institute

Foto: Prof. em. Dr. Dr. h.c. Bert Rürup, TU Darmstadt und Gründungs-Präsident des Handelsblatt Research Institute

Für Selbständige und Freiberufler ist sie eine Chance steuerbegünstigt für das Alter vorzusorgen – die Basisrente, im Volksmund nach dem Ökonomen Bert Rürup auch Rürup-Rente genannt. Was dabei oft übersehen wird: Auch für gut verdienende Angestellte ist sie interessant. „Bei einem klassischen, sicherheitsorientierten Tarif sind heute immer noch mehr als 3 Prozent pro Jahr möglich“, sagt Michael Hauer, Geschäftsführer des Instituts für Vorsorge- und Finanzplanung (IVFP).  

Beratung ein Muss  

Vor dem Kauf eines Basisrenten-Produktes sollten sich Sparer beraten lassen. Ein einmal vereinbarter Basisrentenvertrag kann nicht mehr gekündigt werden. Sparer können nur ihre Beitragszahlungen stoppen. Ihr Guthaben bleibt bis zum Rentenalter stehen, und sie bekommen dann eine monatliche Auszahlung. Mit dem Steuerberater sollte besprochen werden, ob so ein Vertrag überhaupt Vorteile bringt. Ob das Produkt zum Bedarf des Sparers passt oder ob Alternativen besser geeignet sind, sollte anschließend mit einem Finanzberater bewertet werden (siehe „Vor- und Nachteile der Basisrente“).  

Was die Vorzüge der Basisrente betrifft, wirkt die Steuerersparnis wie ein Hebel. Je höher das Salär und damit der persönliche Steuersatz, desto größer die Kraftübertragung auf die Rendite. Dazu wieder Hauer: „Die Basisrente lohnt sich in vielen Fällen. In diesem Jahr 2016 können immerhin 82 Prozent vom Beitrag steuerlich abgesetzt werden.“ Dieser Satz steigt jährlich um 2 Prozentpunkte bis 100 Prozent erreicht sind, also bis 2025. Allerdings hat der Gesetzgeber einen Höchstbetrag für den Sonderausgabenabzug definiert. Er liegt 2016 bei 22.767 Euro für Singles und bei 45.534 für Paare. Ein Alleinlebender könnte also in diesem Jahr steuerlich gefördert maximal rund 18.669 Euro in einen Basisrenten-Vertrag einzahlen.  

Seite 1: Beratung ist ein Muss
Seite 2: Flexibilität in der Einzahlungsphase
Seite 3: So viel kann ein Lediger absetzen

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare