Richtig riestern in der Elternzeit

Berater von Martin Thaler

Die Zahl der Geburten steigt in Deutschland wieder - viele Mütter oder Väter gehen hiernach in Elternzeit. Obwohl das Geld hier knapp wird, sollte die Altersvorsorge nicht eingestellt werden, rät der BVI. Eine Sonderreglung könnte helfen.

Auch in der Elternzeit sollte das Sparen für die Altersvorsorge nicht eingestellt werden, rät der BVI.

Auch in der Elternzeit sollte das Sparen für die Altersvorsorge nicht eingestellt werden, rät der BVI. Foto: Robert Kneschke - fotolia.com

Die Geburtenzahlen steigen wieder in Deutschland. Wie das Statistische Bundesamt Ende Juni bekannt gab, wurden 2015 in Deutschland 738.000 Menschen lebend geboren. Das waren 23.000 Neugeborene mehr (3,2 Prozent) als 2014, als 715.000 Kinder geboren wurden. Nachdem die Zahlen 2010 auf 677.947 Neugeborene gefallen waren, geht es nun allmählich wieder aufwärts.  

Das Thema Familie ist folglich wieder ein Thema in Deutschland. Meist bleibt nach der Geburt dann ein Elternteil zuhause, bei vielen jungen Eltern entfällt damit vorübergehend der Verdienst. Trotzdem sollte das Sparen für die Altersvorsorge nicht eingestellt werden. „Denn eine Sonderregelung bei Riester ermöglicht es, ab dem zweiten Jahr der Elternzeit wenig in den Vertrag einzuzahlen und dennoch die volle Förderung zu kassieren“, sagt der Deutsche Fondsverband BVI und erklärt, wie Eltern am besten vorgehen sollten.  

Während der bis zu dreijährigen Elternzeit muss der Elternteil ohne eigenes Einkommen im ersten Jahr noch den Mindesteigenbeitrag einzahlen, um die volle Förderung zu erhalten – dieser orientiert sich auch im ersten Jahr der Elternzeit am Vorjahreseinkommen. Folglich müssen Riester-Sparer trotz fehlender Einkünfte vier Prozent ihres Vorjahreseinkommens einzahlen, um die vollen Zulagen zu erhalten. Ab dem zweiten Jahr wird dann in der Elternzeit allerdings nur der sogenannte Sockel-Beitrag fällig – 60 Euro im Jahr, also lediglich 5 Euro im Monat.  

Nimmt der Riester-Sparer dann seinen Beruf wieder auf, genügt im ersten Jahr der beruflichen Tätigkeit die Zahlung des Sockelbeitrages, um weiter in den Genuss der Zulagen zu kommen, erklärt der BVI.   Zur Grundzulage von 154 Euro kommt zudem noch eine Kinderzulage von 300 Euro für jedes nach 2008 geborene Kind hinzu.

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