Neues InsurTech geht an den Start

Digital von Martin Thaler

Das Hamburger StartUp "Haftpflicht Helden" will mit digitalem Haftpflichtschutz punkten. Hier sieht das Unternehmen großes Potenzial - insbesondere bei jungen Erwachsenen.

Gehen mit der Marke "Haftpflicht Helden" an den Start (v.l.): Florian Herbst, Florian Knörrich und Jan Louis Schmidt.

Gehen mit der Marke "Haftpflicht Helden" an den Start (v.l.): Stefan Herbst, Florian Knörrich und Jan Louis Schmidt. Foto: Haftpflicht Helden

Sie versprechen den „wohl modernsten Haftpflichtschutz Deutschlands“ – in drei Minuten abgeschlossen, täglich kündbar, komplett digital: Mit dem Hamburger InsurTech „Haftpflicht Helden“ betritt ein neues Startup-Unternehmen den Versicherungsmarkt und will den etablierten Versicherern Konkurrenz machen.

Als Assekuradeur steht die Firma Insurance Hero GmbH hinter der Marke „Haftpflicht Helden“, die von Florian Knörrich und Stefan Herbst geführt wird. Als Partner stehen den „Haftpflicht Helden“ die NV-Versicherungen zur Seite.   Punkten möchte das StartUp mit einer Leistungsgarantie. „Sollte es bei einem anderen Versicherer eine bessere Leistung geben, nehmen wir sie automatisch mit auf. Wir übernehmen auch die Bedingungen Deines Altvertrages, falls diese an irgendeiner Stelle besser sein sollten“, heißt es hierzu auf der Webseite des Unternehmens. Die Versicherungssumme beträgt 50 Millionen Euro.

Das Marktpotenzial für Haftpflichtversicherungen sei groß, erklärt das Unternehmen. So hätten mehr als 15 Prozent keine Haftpflichtversicherung – das seien rund sechs Millionen Haushalte. In der Gruppe der bis zu 25-Jährigen – die wohl als Hauptzielgruppe der Hamburger anzusehen ist – seien sogar 38 Prozent nicht versichert. „Junge Erwachsene wollen digitale Angebote, die überall verfügbar sind und einfach funktionieren", glaubt Knörrich. 

Das Hamburger Startup wird nicht das letzte InsurTech-Unternehmen sein, das an den Start geht. Bafin-Präsident Felix Hufeld hatte jüngst erklärt, dass sich die Investitionen in FinTech-Unternehmen in Deutschand im vergangenen Jahr verdoppelt hätten. Über 100 Anfragen erhalte die Finanzaufsicht im Monat zum Thema FinTech.

Investiert haben in jüngster Zeit auch einige Versicherungsunternehmen. So beteiligte sich die Allianz vor kurzem am Berliner StartUp Simplesurance, die Hannover Rück hatte ein Investment beim Berliner FinTech-Inkubator FinLeap bekannt gegeben.

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