Generali schickt umstrittenen Vitality-Tarif ins Rennen

Versicherungen von Martin Thaler

In einer Woche will die Generali mit den Vitality-Tarifen an den Start gehen. In der Branche stoßen die Pläne vor allem auf Skepsis, führende Unternehmen lehnen die Idee ab.

Geht mit den Vitality-Tarifen ab 1. Juli an den Start: Giovanni Liverani, Vorstandsvorsitzender der Generali Deutschland AG.

Geht mit den Vitality-Tarifen ab 1. Juli an den Start: Giovanni Liverani, Vorstandsvorsitzender der Generali Deutschland AG. Foto: Generali

Eine Woche noch, dann sollen gesundheitsbewusste Versicherungskunden belohnt werden. Am 1. Juli startet der italienische Versicherer seinen Vitality-Tarif – in Verbindung mit Risikolebensversicherungen (Dialog) oder Berufsunfähigkeitsversicherungen (Generali), später soll auch die private Krankenversicherung hinzukommen.

Das Prinzip ist simpel: Wer sich ausreichend bewegt, Besuche im Fitnessstudio, den Einkauf gesunderer Lebensmittel, den Verzicht von Rauchen oder die Wahrnehmung von Vorsorgeterminen nachweisen kann, wird von Generali hierfür belohnt – in Form von niedrigeren Beiträgen sowie Rabatten einiger Unternehmen, mit denen Generali Abkommen abgeschlossen hat.

Deutschland nur der Anfang

Jeder Kunde, unabhängig vom Fitnessstatus, bekomme zu Beginn den gleichen Vitality-Status zugeschrieben, teilt der Versicherer mit. Diesen können die Kunden dann mittels oben genannter Aktivitäten verbessern – von Bronze über Silber und Gold bis hin zu Platin.

Deutschland soll dabei der Startschuss für das Vitality-Konzept in Kontinentaleuropa sein. Generali, der das Konzept vom südafrikanischen Finanzdienstleister Discovery erworben hat, will im Anschluss mit dem Programm in weitere europäische Staaten expandieren. „ Wir verstärken und erweitern das Solidaritätsprinzip der Versicherung durch effektive Anreize zu gesundheitsbewusstem und damit risikovermeidendem Verhalten. Somit können wir weiter als Helfer in der Not agieren, aber auch das Leben unserer Kunden schützen, bevor ein Schaden entsteht“, lobte Giovanni Liverani, Vorstandsvorsitzender der Generali Deutschland AG, sein eigenes Produkt.

Eine Meinung, die von Seiten der Konkurrenz und zahlreicher anderer Kritiker nicht unwidersprochen bleibt, denn seit der Ankündigung des Vitality-Tarifes sieht sich die Generali einem großen Schwung an Kritik ausgesetzt.

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