Starkes Jahr für Immobilien

Sachwerte Top News von Stefan Terliesner

Transaktionsvolumen fällt mit voraussichtlich 30 Milliarden Euro so hoch wie im Boomjahr 2007 aus. Lediglich fehlende Investmentprodukte verhindern noch größere Dynamik, so die Experten.

Platz 20: Altona-Altstadt 3.387 Euro
Mit im Durchschnitt 3.387 Euro pro Quadratmeter belegt Altona-Altstadt den letzten Platz in den Top 20 der teuersten Stadtteile Hamburgs. Im Vorjahresvergleich erhöhte sich der Wert um 11,2 Prozent. Quelle: Immobilienscout (© Foto Teaser: Ich und Du - pixelio.de/Gabriele Planthaber - pixelio.de)
 

Der deutsche Immobilieninvestmentmarkt steuert auf ein starkes Jahr zu. Dazu Timo Tschammler von Jones Lang LaSalle Deutschland: „Das Transaktionsvolumen von 19 Milliarden Euro für die ersten neun Monate 2013 – das ist ein Plus von 28 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2012 –  zeigt die Attraktivität Deutschlands. Wir beobachten ein weiter nachhaltiges Interesse von ausländischen Investoren an größeren Objekt- oder Portfoliovolumina. Wir rechnen mit einem Jahresergebnis von um die 30 Milliarden Euro. Das wäre das beste Ergebnis seit dem Boomjahr 2007.“

Auch wenn im dritten Quartal die ganz großen Abschlüsse fehlten, zeige sich der Markt nach wie vor „sehr rege“.  Weiterhin dominierend seien Einzeltransaktionen, auf die 14,4 Milliarden Euro entfielen, die restlichen 4,7 Milliarden Euro seien Portfoliotransaktionen, die allerdings gegenüber 2012 mit 74 Prozent deutlich stärker zugelegt hätten.

München an der Spitze
Laut Jones Lang LaSalle Deutschland konnte in der Analyse der Städte für drei der so genannten BIG 7 (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Düsseldorf, Stuttgart) bereits jetzt ein Transaktionsvolumen von jeweils über 2 Milliarden Euro registriert werden. München stehe mit 2,5 Milliarden Mrd. Euro an der Spitze. Knapp dahinter folgten Berlin und Frankfurt mit jeweils 2,3 Milliarden Euro. Außer in Köln und Stuttgart sei das Transaktionsvolumen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in allen Städten an, von 5 Prozent in München bis zu 164 Prozent in Düsseldorf gestiegen.

„Auch wenn das Fertigstellungsvolumen von neuen Büroimmobilien in den BIG 7 wieder ansteigt, fehlt es nach wie vor an guten Investmentprodukten. Dies verhindert nach wie vor eine noch größere Dynamik am deutschen Investmentmarkt. Bis Ende des Jahres rechnen wir mit einem Transaktionsvolumen in den BIG 7 von zusammen rund 16 Milliarden Euro. Das wäre sicherlich ein bemerkenswertes Ergebnis, läge es noch deutlich über 2006, eines der beiden Boomjahre“, so Tschammler.

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Foto: © Jakob Radlgruber - Fotolia.com

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