Axa will sparen und zukaufen

Versicherungen Top News von Martin Thaler

Die jährlichen Kosten sollen bis 2020 um 2,1 Milliarden Euro sinken, erklärte der zukünftige Konzernchef Thomas Buberl. Gleichzeitig will der Konzern angreifen - und stellt Milliarden für Zukäufe bereit.

Will bei Axa sparen, gleichzeitig aber auch andere Unternehmen aufkaufen: Der künftige Axa-CEO Dr. Thomas Buberl.

Will bei Axa sparen, gleichzeitig aber auch andere Unternehmen aufkaufen: Der künftige Axa-CEO Dr. Thomas Buberl. Foto: Axa

Der französische Versicherer Axa will sich angesichts der bestehenden Herausforderungen, wie beispielsweise dem Thema Digitalisierung, neu aufstellen. Und dazu zählen für den künftigen Axa-Chef Thomas Buberl, der im September seine neue Stelle als Axa-CEO übernehmen wird, auch milliardenschwere Einsparungen.

So sollen bis zum Jahr 2020 die jährlichen Kosten um 2,1 Milliarden Euro vor Steuern sinken, erklärte Buberl laut Nachrichtenagentur dpa zu Beginn des Investorentages des Versicherers in Paris.

Weitere Bestandteile des neuen Fünf-Jahr-Plans „Ambition 2020“ sollen auch verstärkte Investitionen in digitale Angebote sowie Unternehmensübernahmen sein. Hierfür stellt der Konzern pro Jahr rund eine Milliarde Euro parat.

Auch andere Versicherungskonzerne haben mit den derzeitigen Herausforderungen zu kämpfen und sich deshalb Sparkurse verordnet. So hatte Anfang Juni das Branchenschwergewicht Ergo ebenfalls harte Einsparungen angekündigt – verbunden mit einem Abbau von 2400 Stellen. Einen Stellenabbau verfolgt auch die Signal Iduna, die ihre Geschäftszahlen vergangene Woche vorstellte. Das Unternehmen hatte bereits 2014 einen Sparkurs eingeschlagen.

Auch weitere Versicherer, beispielsweise die Zurich oder Talanx, haben Kürzungen bei ihrem Personal angekündigt.

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