JDC: „allesmeins“ gilt auch für Geld.de

Berater Top News von Michael Fiedler

Das Vergleichsportal Geld.de wird von der JDC Group gekauft. Wie JDC-Makler künftig davon profitieren sollen.

Dr. Sebastian Grabmaier

Dr. Sebastian Grabmaier (CEO), Vorstandsvorsitzender der JDC Group. Zuständig u.a. Unternehmensstrategie, Produktpartnerschaften/Einkauf und Vertrieb. Bild: JDC Group AG

Im März wurde spekuliert: Wird der Kauf von Geld.de rückabgewickelt? Was wird aus dem Millionen-Darlehen (ca. 50 Millionen Euro), das HanseMerkur Unister eingeräumt haben soll?

Am Montag meldeten Unister und JDC den Kauf des Online-Portals Geld.de. Zwar wurde über die Höhe des Kaufpreises Stillschweigen vereinbart. Doch der Deal sei in enger Abstimmung mit der HanseMerkur vorgenommen wurden.

Ausbau von Kapitalanlage-Angebot

Geld.de soll seit Gründung 2004 knapp 200.000 Kunden im Versicherungsbereich gewonnen haben. Und die sollen in Zukunft auch Angebote aus dem Kapitalanlage-Bereich nutzen können. Besonders von Aktienfonds verspricht sich JDC ein hohes CrossSelling-Potential.

JDC: Bestände bleiben geschützt

Makler, die mit JDC zusammenarbeiten, können sich auf das beratungsintensive Geschäft konzentrieren, während die Kunden bei einfachen Produktklassen selbst entscheiden - so stellt sich der Pool das Zusammenspiel vor. Werden Neuabschlüsse im Internet getätigt, sollen Makler wie gewohnt ihre Vergütung erhalten. Geld.de wird also kein „Bestandsräuber“. Damit sei die Plattform, so JDC, die „ideale Ergänzung zum digitalen Versicherungsordner 'allesmeins'.“ Diesen Ordner werde man in Kürze auch den Kunden von Unister anbieten, kündigte der Pool an.

Was verkauft wurde

Laut Unister übernimmt JDC Marke, Technologie sowie „Teile der laufenden Verträge und der Mitarbeiter der Geld.de GmbH“. Das Unternehmen selbst sei nicht Bestandteil der Akquisition.
Mit der Kombination aus persönlicher Beratung mit moderner Technologie können JDC-Makler neue Kunden gewinnen und zusätzliche Geschäfts- und Vergütungsmodelle erschließen, ist sich Dr. Sebastian Grabmaier, CEO der JDC Group, sicher. Er sieht JDC dank der 16.000 „Vertriebspartner“ als marktführendes Advisortech-Unternehmen in Europa und will „die Zukunft des freien Finanzvertriebs neu definieren.“

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