Industrie kaum gegen Cybercrime versichert

Berater von Martin Thaler

Gerade einmal elf Prozent der deutschen Industrieunternehmen sind gegen Cybercrime versichert - dies zeigt eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom. Für Makler ergeben sich hier Chancen, gleichzeitig stehen sie vor einer Herausforderung.

Einer Untersuchung des Digitalverbands Bitkom zufolge ist nur ein Bruchteil deutscher Industrieunternehmen gegen Cyber-Risiken abgesichert.

Einer Untersuchung des Digitalverbands Bitkom zufolge ist nur ein Bruchteil deutscher Industrieunternehmen gegen Cyber-Risiken abgesichert. Foto: Tatiana Shepeleva - fotolia.de

Gerade einmal jedes zehnte Industrieunternehmen (11 Prozent) in Deutschland ist gegen Hackerangriffe und andere IT-Risiken versichert. Dies ergibt eine repräsentative Umfrage

 des Digitalverbandes Bitkom unter 504 Unternehmen des produzierenden Gewerbes.

Laut Umfrage planen neun Prozent der Unternehmen den Abschluss einer solchen Versicherung, bei 26 Prozent wird zumindest über eine solche Police diskutiert. Für knapp die Hälfte (49 Prozent) ist eine Cybercrime-Versicherung hingegen aktuell kein Thema.

Dabei ist eine solche Police durchaus interessant für die Firmen: „Eine Versicherung gegen Cybercrime ist eine sinnvolle Ergänzung technischer und organisatorischer Maßnahmen zur Verbesserung der IT-Sicherheit“, sagt Marc Fliehe, IT-Sicherheitsexperte des Bitkom. „Die Cybercrime-Police deckt das unvermeidbare Restrisiko digitaler Angriffe und IT-Störfälle ab.“

Ein Risiko, das durchaus eine reale Gefahr für die Unternehmen darstellt, wie die Bitkom-Umfrage zeigt. So sind in den vergangenen zwei Jahren 69 Prozent der Industrieunternehmen Opfer von Datendiebstahl, Wirtschaftsspionage oder Sabotage geworden. Dabei sind Industrieunternehmen besonders stark betroffen. In der Gesamtwirtschaft sind im Durchschnitt nur 51 Prozent der Unternehmen betroffen. Der Schaden für die Industrie beläuft sich nach Bitkom-Berechnungen dabei auf 22,4 Milliarden Euro im Jahr.

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