„Riester-Rente ist gescheitert“

Versicherungen von Stefan Terliesner

CSU-Chef Horst Seehofer fordert eine große Rentenreform. Auch die Versicherungsbranche wünscht sich eine Debatte über die Zukunft der Altersvorsorge.

Sieht die Riester als gescheitert an: CSU-Chef Horst Seehofer. Bild: CSU Landtagsfraktion

CSU-Chef Horst Seehofer will die Altersvorsorge neu aufstellen. „Wir brauchen eine große Rentenreform“, sagte der bayerische Ministerpräsident mehreren Medien zufolge am Freitag bei der Eröffnung der neuen Parteizentrale in München. Die Kürzung des gesetzlichen Rentenniveaus bei der Reform im Jahr 2001 führe dazu, „dass etwa die Hälfte der Bevölkerung in der Sozialhilfe landen würde.“ Seehofer betonte: „Die Riester-Rente ist gescheitert.“ Die staatlich geförderte private Altersvorsorge soll bekanntlich die Absenkung des gesetzlichen Rentenniveaus auf 43 Prozent bis zum Jahr 2030 ausgleichen. Seit Jahren und auch aktuell steht die Riester-Rente in der Kritik.

Nicht einmal die Hälfte der Bevölkerung sorge privat für das Alter vor, moniert auch Seehofer. Er fordert eine Reform, bei der der gesetzliche Anteil an der Rente im Zentrum der Überlegungen steht. Bemerkenswert ist, dass auch der Gesamtverband der deutschen Versicherer (GDV) vor fünf Tagen einen „breiten Dialog zur Zukunft der Altersvorsorge“ forderte. „An einem Runden Tisch sollten alle wichtigen Akteure ihre Vorschläge zur Debatte stellen und die daraus notwendigen Reformen ableiten“, heißt es in Berlin beim GDV.

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