Jobverlust durch Digitalisierung – Debatte zu emotional?

Versicherungen Digital von Michael Fiedler

Digitalisierung wird Arbeitsplätze kosten, da sind sich Beratungsunternehmen einig. Gestritten wird über die richtige Methode, um möglichst genaue Zahlen vorzulegen. Einstweilen handeln Versicherer.

Digitalisierung kostet Arbeitsplätze

Wird die Diskussion um Arbeitsplatzverlust durch Digitalisierung zu emotional geführt? Fotolia / stockWERK

Köln: Eine Prognos-Studie ermittelte die Stärken und Zukunftsaussichten des Wirtschaftsstandorts. Ein Ergebnis: Der Sektor Versicherung, Banken und Consulting stellt in der Domstadt 17,4 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze. Insgesamt arbeiten 89.194 Beschäftige in diesen Branchen. In keinem anderen Wirtschaftsbereich sind es mehr.
Das größte Zukunftspotenzial habe aber die Informations- und Kommunikationsbranche. Alle anderen Wirtschaftssektoren müssten massiv in IT und Software investieren.

Verbesserung der IT-Systeme und Automatisierung von Geschäftsabläufen nannten u.a. Talanx und Zurich gegenüber Bloomberg, befragt nach Zukunftsplänen. Die Nachrichtenagentur schätzt, dass 250.000 Jobs durch die Digitalisierung in der Versicherungsbranche wegfallen würden.

Und welche Berufsfelder wären betroffen? N24 listet unter Überschrift „Diese Jobs wird es bald nicht mehr geben“ auch Aktuare und beruft sich dabei auf eine McKinsey-Studie.
Das Beratungsunternehmen prognostiziert, dass jede 4. Stelle in der Versicherungsbranche verloren geht.

Die Grafik wurde im Begleitmaterial zur Jahrestagung der DAV abgedruckt. Doch die Beiträge von Jens Spahn, Renate Kühnast oder Dr. Schneemeier greifen das Thema Arbeitsplatz-Rückgang in der Versicherungsbranche durch Digitalisierung auf.

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