Jeder zweite Makler nutzt Rechtsberatung

Berater von Stefan Terliesner

Versicherungsmakler suchen häufiger juristischen Rat. Großes Interesse gilt neuen Vergütungsmodellen.

Rechtsfragen rund um neue Vergütungsmodelle werden immer häufiger nachgefragt. Fotolia / Gina Sanders

Die Nutzung von Rechtsberatung durch Makler nimmt weiterhin zu: 51 Prozent der Maklerbüros haben in den vergangenen zwei Jahren professionelle Unterstützung bei Rechtsfragen oder Rechtsstreitigkeiten in Anspruch genommen. Im Vergleich zur Befragung vom Dezember 2014 ist das ein Anstieg von elf, zu 2013 sogar von 15 Prozentpunkten. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov, für welche 226 repräsentativ ausgewählte unabhängige Finanz- und Versicherungsvermittler im Februar 2016 befragt wurden.

Makler stellen sich neu auf

Gründe für den Anstieg werden in der Pressemitteilung von YouGov allerdings nicht genannt. Auf Anfrage sagte Rechtsanwalt Norman Wirth: „Vor dem Hintergrund sinkender Einnahmen möchten sich viele Makler betriebswirtschaftlich neu aufstellen. Oft geht es um neue Vergütungsmodelle, Konzeptberatung und Fragen zur Rechtsform eines Maklerbetriebs.“ Eine Zunahme von Streitigkeiten mit Kunden oder Versicherern, sei nicht der Grund für das wachsende Interesse an Rechtsbeistand.

Laut YouGov nannten die Befragten die Kanzlei Michaelis mit Abstand am häufigsten (49 Prozent) als Dienstleister, an den sie sich bei Rechtsfragen oder Rechtsstreitigkeiten wenden. Rang zwei belegt die Kanzlei Rechtsanwalt Norman Wirth (34 Prozent). Mit 25 Prozent nennen die Befragten den Verband Deutscher Versicherungs-Makler (VDVM) am dritthäufigsten bei der Nutzung von Dienstleistungen rund um Rechtsberatung.

In Bezug auf die Qualitätsbeurteilung des Rechtsbeistands wird laut YouGov die „große Expertise speziell für Finanz- und Versicherungsmakler“ mit 59 Prozent und einem Plus von 15 Prozentpunkten deutlich besser bewertet. Auch die „Freundlichkeit der Mitarbeiter“ (plus 28 Prozentpunkte) und die „Schnelle Reaktion auf Anfragen“ (plus 18 Prozentpunkte) werden gegenüber dem Vorjahr deutlich besser bewertet. 

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