„gut beraten“: Jeder zweite Vermittler beteiligt sich

Berater von Michael Fiedler

Die freiwillige Weiterbildungsinitiative „gut beraten“ kann inzwischen auf zwei Jahre Bildungsarbeit zurückblicken. Wie die Initiative angenommen wird und wie sich Vermittler weiterbilden.

Präsenzschulungen sind immer noch die häufigste Lernform bei "gut beraten". Doch selbstgesteuertes E-Learning holt auf. Fotolia/Thaut Images

Seit genau zwei Jahren gibt es nun die Weiterbildungsinitiative „gut beraten“. Und schon jetzt - noch bevor die verpflichtende Weiterbildung in deutsches Recht umgesetzt wurde - sieht man sich auf Kurs: „[…] wir haben unser Ziel einer hochwertigen, kontinuierlichen und transparenten Weiterbildung für Vermittler voll und ganz erreicht“, so Gerald Archangeli, der erst seit 16. März 2016 Vorsitzender des Trägerausschusses der Initiative ist.

Insgesamt würden sich 116.190 Versicherungsvermittler im Rahmen von gut beraten weiterbilden. In Relation zu den jüngsten DIHK-Zahlen bedeutet das: Jeder zweite Vermittler in Deutschland beteiligt sich an der Initiative. Oder auch: Jeder zweite tut es nicht.
Dennoch hält Dr. Katharina Höhn, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Berufsbildungswerks der Deutschen Versicherungswirtschaft (BWV), diese Zahlen für einen „eindeutigen Beleg dafür, dass diese freiwillige Selbstverpflichtung funktioniert“.

Im Schnitt habe jeder Teilnehmer, unabhängig davon wie lange er schon dabei ist, innerhalb von zwei Jahren insgesamt 52 Stunden und 15 Minuten Weiterbildung nach den Kriterien von „gut beraten“ nachgewiesen.
Bei den nachgefragten Lerninhalten dominiert Fach- vor Beratungskompetenz. Bei den Lernformen gab es im Vergleich zur letzten Erhebung nur leichte Verschiebungen in Richtung selbst gesteuertes E-Learning.

Die Akzeptanz in der Maklerschaft stieg. Lag der Anteil der Makler an den Teilnehmern zuletzt bei 37 Prozent, kletterte er nun auf 39 Prozent.

Ein Teil der Maklerschaft steht der Initiative ablehnend gegenüber weil sie im Wesentlichen von der Versicherungswirtschaft - also den Produktgebern - getragen wird.

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