Fünf Tipps, um mit Versicherungen Steuern zu sparen

Berater von Martin Thaler

Bei der Steuererklärung lässt sich durch den Abzug von Beiträgen für Versicherungen und Altersvorsorge viel Geld sparen. Ein Überblick:

Beiträge für Versicherungen können in der Steuererklärung angesetzt werden.

Beiträge für Versicherungen können in der Steuererklärung angesetzt werden. Foto: Gina Sanders - fotolia.de

16 Millionen Deutsche haben 2015 ihre Steuerunterlagen online eingereicht. Damit man aber tatsächlich Steuern spart, muss insbesondere bei den Ausgaben für Versicherungen und Altersvorsorge genau aufgepasst werden, ob man die richtigen Formulare und Zeilen verwendet, wie der Finanzdienstleister MLP auf seiner Homepage schreibt. Fünf Punkte, auf die man besonders achten sollte:

1. Riester-Rente

Bis zu 2100 Euro lassen sich jährlich die Beiträge zur Riester-Rente ansetzen – einzutragen in der Anlage AV. Das Finanzamt prüft, ob der Sonderausgabenabzug günstiger ist als die staatliche Altersvorsorgezulage. Generell gilt: Wer die maximale staatliche Zulage erhalten möchte, muss einen Mindesteigenbeitrag in Höhe von vier Prozent des Vorjahresbruttolohns leisten, mindestens aber 60 Euro.

2. Basis-Rente

Als Sonderausgaben können Beiträge zur Basis-Rente (Rürup-Rente) zusammen mit den Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung abgezogen werden. Das gilt auch für Beiträge zur Basis-Rente mit gekoppelter Berufsunfähigkeitsversicherung, sofern mindestens 50 % der Beiträge für eine Altersrente angespart werden. Der Jahresgesamtbeitrag gehört in Zeile 7 der Anlage „Vorsorgeaufwand“. Nutzt man versehentlich Zeile 49 – hierhin kommen nur Beiträge zu einer eigenständigen privaten BU –, gibt es oftmals gar keine Steuerersparnis.

3. Kranken- und Pflegeversicherung

Mindestens 1900 Euro lassen sich für Angestellte für Beiträge zur Kranken- und Pflegepflichtversicherung ansetzen – bei Selbstständigen sogar bis 2800 Euro. Für Verheiratete verdoppeln sich die Beträge, wenn sie sich für eine gemeinsame Veranlagung entscheiden. Liegen die tatsächlichen Aufwendungen über den jeweiligen Beträgen, kann der Gesamtbetrag angesetzt werden. Auch die Kranken- und Pflegepflichtversicherungsbeiträge für den Ehepartner und die Kinder sind steuerlich ansetzbar.

4. Haftpflicht, Unfall etc.

Liegen die Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge unter dem besagten Betrag von 1.900 Euro bzw. 2.800 Euro, können auch weitere Aufwendungen für Haftpflicht-, Unfall- oder eigenständige Berufsunfähigkeitsversicherungen geltend gemacht werden.

5. Betriebliche Altersversorgung (bAV)

Gar keine Angaben in der Steuererklärung sind für die betriebliche Altersversorgung (bAV) zu machen, denn im Rahmen einer Direktversicherung, einer Pensionskasse oder einem Pensionsfonds sind Beiträge bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung (2015: jährlich 2.904 Euro) steuer- und sozialversicherungsfrei. Bei neueren Verträgen (Versorgungszusage nach dem 31. Dezember 2004) können weitere 1.800 Euro jährlich steuerfrei eingezahlt werden. Neben den Beiträgen des Arbeitgebers sind dabei auch die durch Entgeltumwandlung finanzierten Beiträge begünstigt.

Der Beitrag wurde erstellt mit Unterstützung der Steuerberater der ETL-Gruppe – spezialisiert auf die Beratung von kleinen und mittelständischen Unternehmen.

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