Branche wehrt sich gegen Riester-Kritik

Berater Top News von Michael Fiedler

Nach der Riester-Kritik von CSU-Chef Horst Seehofer, wehrt sich die Branche gegen die Vorwürfe.

Bei der Konstruktion "der Riester-Rente" wurde geschlampt, sagt Bianca Boss vom BdV. Aber "die eine" Riester-Rente gibt es nicht. Screenshot NDR/ Sendung Markt

 „Die Riester-Rente ist gescheitert“ - so lautet der zentrale Satz von Horst Seehofers Riester-Kritik. Neben der Anrechnung mit der Grundsicherung wird auch häufig die noch unklare nachgelagerte Besteuerung, Regeln zur Übertragbarkeit, das komplexe Fördersystem und die hohen Verwaltungskosten kritisiert. Auch Bianca Boss vom Bund der Versicherten rät generell von Riester-Verträgen ab. Bei der Konstruktion der Produkte sei „geschlampt“ wurden, sagt sie im NDR Video-Beitrag.

Kritik an Riester-Kritik

Doch Riester-Rente ist ein Sammelbegriff für ganz unterschiedliche Altersvorsorge-Lösungen, die staatliche Förderung erfahren. Welches Modell für wen die passende Vorsorge darstellt, lässt sich letztlich nur im Beratungsgespräch mit einem Experten ermitteln, findet Joachim Haid. Der Makler hat sich auf die staatlich geförderte Vorsorge spezialisiert und gemeinsam mit der Bayerischen ein eigenes Riester-Bedingungswerk entwickelt. In kurzen Video-Clips wenden sich Martin Gräfe (Vorstand der Bayerischen) und Joachim Haid gegen die ihrer Meinung nach zu undifferenzierte Kritik. Sie treten für mehr Aufklärung und Austausch unter Versicherungsvermittlern ein.

Auch der GDV wendet sich gegen die Seehofer-Kritik und fordert eine Weiterentwicklung der Riester-Rente.

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