Bei diesen Versicherungen kann GetSafe punkten

Berater von Martin Thaler

Die App des StartUps ist seit einem Jahr auf dem Markt. Folgende Versicherungen schlossen die Deutschen dabei besonders gerne online ab.

Insbesondere bei Privathaftpflichtversicherungen kann GetSafe die Kunden überzeugen.

Insbesondere bei Privathaftpflichtversicherungen kann GetSafe die Kunden überzeugen. Foto: H. Schmieder

Während bei klassischen Versicherungsunternehmen Stellen abgebaut werden, gehen die die Branche unter Zugzwang setzenden Start-Ups den entgegengesetzten Weg. So gab der digitale Versicherungsmanager GetSafe nun bekannt, im Jahr 2016 100 neue Stelle zu besetzen.  

„Wir suchen gerade in allen Bereichen neue Mitarbeiter, auch viele Kundenberater”, sagte Unternehmensgründer und CEO Christian Wiens. Über 10.000 Beratungsanfragen seien bisher über die App gestellt worden, begründete Wiens den Bedarf an zusätzlichen Beratungskräften.

Zum einjährigen Jubiläum der Unternehmens-App gab Wiens auch die Zahl der verwalteten Versicherungsverträge bekannt: Genannt wird hier eine Zahl von 60.000. „Und es werden täglich mehr“, teilt GetSafe mit. Erst vor kurzem hatte eine Sprecherin des Unternehmens die Anzahl der Kunden mit 15.000 beziffert. Legt man diese Zahl zugrunde, kommen auf einen Kunden vier Versicherungsverträge, die das Unternehmen für ihn verwaltet.

Männer nutzen App, Frauen eher nicht

Die wichtigsten Versicherungen für Kunden seien dabei Privathaftpflicht (46,8 Prozent), Hausrat (32,8), Rechtsschutz (30,2), Unfall (26), KfZ-Vollkasko (19,8), KfZ-Teilkasko (16) und Gebäude (12,2). Auch weitere Kundendetails gab das Unternehmen bekannt: So liege das Durchschnittsalter der GetSafe-Kunden bei 38,5 Jahren. Die überwiegende Mehrheit (86 Prozent) seien Männer.

Die nun veröffentlichten Zahlen können auch als ein Statement im zuletzt ausgebrochenen Streit in der InsurTech-Szene gewertet werden, wer Marktführer in diesem Bereich sei. Dabei ging es darum, welche Aussagekraft die Downloadzahlen der unterschiedlichen Unternehmens-Apps habe und wer sich entsprechend mit dem Titel Marktführer schmücken dürfe.

Hier liegt der GetSafe-Konkurrent Knip mit 229.000 Downloads bei Apple weit vor Konkurrent GetSafe (76.000). Die Bedeutung dieser Zahlen hatte Wiens gegenüber der Süddeutschen Zeitung jedoch relativiert: „Sie sagen wenig über die tatsächlichen Kundenzahlen." Diese liegen bei GetSafe – wie bereits erwähnt – bei 15.000. Knip komme hier auf 20.000 – allerdings Deutschland und die Schweiz zusammengefasst, so Wiens.

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