Welche Unterlagen sollten aufbewahrt werden?

Panorama von Michael Fiedler

Versicherungsmakler sind für Mandanten oft Ansprechpartner in sämtlichen Finanzangelegenheiten. Eine Frage taucht dabei immer wieder auf: Welche Unterlagen sollten wie lange aufbewahrt bleiben?

Untergang in der Papierflut? Muss nicht sein. Welche Dokumente und Belege aufgehoben werden sollten. Fotolia / alphaspirit

Frühjahrsputz betrifft auch die persönlichen Unterlagen und Dokumente. Welche Belege wie lange aufbewahrt werden sollten, hat die D.A.S. zusammengestellt:

  • Handwerkerrechnungen rund um den Hausbau:
    Für diese Rechnungen und die dazugehörigen Zahlungsbelege gibt es eine Aufbewahrungspflicht. Beginnend mit dem Schluss des Jahres, in dem die Rechnung ausgestellt wurde, müssen diese Unterlagen zwei Jahre aufbewahren. Ansonsten droht ein Bußgeld.

  • Steuerbescheide:
    Diese sollten mindestens fünf Jahre beziehungsweise bis zu deren Rechtskraft aufgehoben werden. Viele Bescheide sind vorläufig und können später noch einmal geändert werden. Außerdem werden Steuerbescheide als Einkommensnachweis benötigt, zum Bespiel für die Berechnung von Elterngeld.

  • Belege rund um die Mietwohnung:
    Mietverträge, Übergabeprotokolle und Nebenkostenabrechnungen sollten mindestens drei Jahre aufgehoben werden. So lange dauert die allgemeine Verjährungsfrist. Berechnet wird diese Frist wieder ab dem Schluss des Jahres, aus dem das Schriftstück datiert. Ist das Mietverhältnis noch aktiv, sollten Mietvertrag und Übergabeprotokoll ohnehin aufbewahrt bleiben

  • Darlehensverträge und Geldanlagen:
    Während der gesamten Laufzeit sollten die Dokumente sicher verwahrt werden. Gleiches gilt für Versicherungspolicen und Nachtragsmitteilungen.

  • Kontoauszüge:
    Sie können als Nachweis dienen, gibt es beispielsweise Streit über einen Kaufvertrag. Oder das Finanzamt fordert sie als Beleg für Zahlungen an, die abgesetzt werden sollen. Die Frist zur Aufbewahrung sollte daher mindestens drei Jahre betragen.

  • Quittungen und Kassenbons:
    Diese Belege sollten mindestens für die Dauer der gesetzlichen Gewährleistung von zwei Jahren aufbewahrt werden. Wurde eine zusätzliche Garantie eingeräumt, sollten die Quittungen während der gesamten Garantiedauer greifbar sein. Bei teuren Anschaffungen sollten die Kaufbelege noch länger aufgehoben werden. Sie können als Wertnachweis im Falle eines Brandes oder Einbruchs bei der Hausratversicherung genutzt werden.

  • Papiere rund um Ausbildung und Job:
    Arbeitsverträge, Lohnabrechnungen und Nachweise über Lehr- oder Studienzeiten dürfen bis zur Rente in Ordnern schlummern. Diese Unterlagen sollten erst entsorgt werden, wenn ein rechtskräftiger Rentenbescheid vorliegt.

  • Familiendokumente wie Heirats- und Geburtsurkunden, den Kaufvertrag über das Haus, Zeugnisse und ähnliches sollten ein Leben lang aufgehoben werden.
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